1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

BKA untersucht IS-Drohungen gegen Deutschland

Das Bundeskriminalamt wertet neue Attentatsdrohungen der IS-Terrormiliz aus. Im Internet war ein Video aufgetaucht, das zu Anschlägen in Deutschland nach Vorbild der Brüsseler Attentate aufruft.

"Was deine Brüder in Belgien schaffen, schaffst du auch!", steht unter einer Fotomontage, die den rauchverhüllten Köln-Bonner Flughafen zeigt. Daneben steht ein Mann in Kampfmontur, der auf das Gebäude schaut. Ein weiteres Propagandabild zeigt das Kanzleramt in Flammen. "Deutschland ist ein Schlachtfeld", lautet die Inschrift dazu.

Insgesamt wurden nach Angaben der auf die Beobachtung extremistischer Gruppen spezialisierten US-Firma Site fünf Bilder mit Aufrufen zu Anschlägen veröffentlicht. Alle wurden demnach über den Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht und tragen das Logo des IS-Propagandadienst Furat Media. Zusammen mit den Bildern wurden laut Site auch arabische Übersetzungen der Bildinschriften per Twitter verbreitet.

BKA: Keine neue Gefahrenlage

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete über ein Video, in dem auch der Frankfurter Flughafen gezeigt werde. Die kurze Sequenz sei wahrscheinlich aus einem Fernsehprogramm kopiert und nicht von Extremisten selbst gefilmt worden, berichtete das Blatt unter Berufung auf den hessischen Verfassungsschutz. Die Sequenz sei nicht als konkrete Bedrohung zu bewerten, zitierte die Zeitung eine Sprecherin der Behörde.

Eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes sagte mit Blick auf die über Twitter verbreiteten Anschlagsaufrufe, Experten werteten die Bilder derzeit aus. "Klar ist, dass Deutschland im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus steht und dass Anschläge passieren können." Das neue Video ändere aber nichts an der gegenwärtigen Gefahrenbewertung. Nach den Brüsseler Attentaten hatte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere vergangene Woche erklärt, gegenwärtig längen keine Hinweise auf bevorstehende Anschläge in Deutschland vor. "Die Lage ist angespannt", erklärte er jedoch.

Bei den Selbstmord-Anschlägen am Dienstag vergangener Woche im Brüsseler Flughafen und in der U-Bahn wurden nach Angaben der belgischen Regierung 32 Menschen getötet, drei der Attentäter starben.

cw/wl (rtr)