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Kultur

Billig und effizient: Edgar Ulmers Filme

Er war der Meister des B-Movies: Der in Olmütz geborene und nach Hollywood emigrierte Regisseur genießt Kultstatus - obwohl er lange ein Vergessener der Filmgeschichte war.

Edgar Ulmer brauchte 1945 für seinen Film "Detour" nur 65 Minuten, zwei Schauspieler, einen Wagen und ein paar heruntergekommene Motels und Diners. Mehr nicht. Ein größerer Gegensatz zum Blockbuster-Kino Hollywoods heutiger Tage mit seinen vielen Millionen Produktionsbudget ist kaum denkbar. Ulmer drehte zwischen 1926 und 1963 knapp 50 Filme, die meisten davon in Hollywood. In Olmütz, das in der heutigen Tschechischen Republik liegt, geboren, ging er früh nach Hollywood. Zwischendurch drehte er in Deutschland mit Billy Wilder und anderen den berühmten Film "Menschen am Sonntag".

"Detour" ("Umleitung"), der jetzt in der Reihe "Film Noir" bei Koch Media auf DVD erschienen ist, gilt als eines seiner Meisterwerke: eine kleine, raue Studie über Einsamkeit und Schicksal mit sehr pessimistischer Note. Ein Film Noir par excellence: düster und hoffnungslos. Wie meist in diesem Genre gerät ein Mann auf die schiefe Bahn. Eine schöne, aber zwielichtige Frau stürzt ihn schließlich ins Verderben. Billig und schnell abgedrehte Filme wie "Detour" liefen in Hollywood im Vorprogramm zum Hauptfilm, es waren sogenannte B-Pictures. Manche von ihnen genießen heute Kultstatus, während viele "A-Filme" vergessen sind. "Detour" ist ein kleines Juwel aus dieser Zeit.

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