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Ostmitteleuropa

"Beziehungen zwischen Prag und Berlin besser denn je"

– Tschechiens Außenminister sieht keine "Abkühlung" im tschechisch-deutschen Verhältnis

Prag, 27.5.2002, CTK, tschech.

Trotz der aktuellen Spannungen zwischen Tschechien und Deutschland wegen der Benes-Dekrete hält Tschechiens Außenminister Jan Kavan die Beziehungen zwischen Prag und Berlin für besser denn je. (...) Im Gegensatz zu Meinungen von einigen Medien sowie Beobachtern, die von einer spürbaren "Abkühlung" im tschechisch-deutschen Verhältnis sprechen, teilt der tschechische Chefdiplomat diese Auffassung nicht.

Auch die Beziehungen zu Österreich seien (...) besser als es in den Medien beider Länder scheinen mag, erklärte der Minister, als er in Prag eine Bilanz der tschechischen Regierung unter Milos Zeman in den vergangenen vier Jahren im Bereich Außenpolitik zog. Des Weiteren stellte Kavan eine wesentliche Verbesserung bei den tschechisch-slowakischen Kontakten fest. Hingegen wies er Meinungen zurück, wonach sich unter Tschechiens sozialdemokratischer Regierung die Beziehungen zwischen der Tschechischen Republik und den USA verschlechtert haben sollen.

Kavan unterstrich, für die Prager Regierung seien nicht die Einstellungen von einigen CSU-Politikern aus München ausschlaggebend, sondern die Position der sozialdemokratischen Bundesregierung in Berlin, die keine Forderung nach einer Aufhebung der Benes-Dekrete stellt. "Unsere Beziehungen zu Deutschland sind sehr, sehr gut", sagte Kavan. (...) In beiden Ländern wurde die Nachkriegsgeschichte zu einem "heißen" Wahlkampfthema. (...) Vor allem aus Deutschland und Österreich gibt es nach wie vor Stimmen, die eine Aufhebung der Rechtsverordnungen des ehemaligen tschechoslowakischen Präsidenten Benes aus der Nachkriegszeit fordern (ykk)

  • Datum 28.05.2002
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