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Sport-News

Berlin und Hamburg wollen Olympische Spiele

Die Senate der beiden Metropolen senden offizielle Antworten auf einen Fragenkatalog des Deutschen Olympischen Sportbundes ab und bekunden Interesse an der Ausrichtung der Sommerspiele 2024 oder 2028.

Berlin und Hamburg haben zeitgleich ihre Bereitschaft für eine Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 oder 2028 beschlossen. Die Senate der Hauptstadt und der Hansestadt verabschiedeten in ihren Sitzungen am Dienstagabend die Antworten auf die 13 Fragen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), die bis zum Sonntag eingereicht werden müssen. "Wir haben einen umfangreichen Katalog entworfen. Wichtig ist, dass die Bewerbung eine breite Basis bei der Bevölkerung findet", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Der Hamburger Katalog umfasse ohne Anlagen 46 Seiten, teilte Sprecher Christoph Holstein mit. "Eine Arbeitsgruppe hat sich sehr intensiv und fleißig damit beschäftigt. Das hätte sie nicht gemacht, wenn sie nicht der Meinung wäre, den DOSB und das IOC überzeugen zu können."

Beide Kandidaten haben bereits schlechte Erfahrungen mit Olympia-Bewerbungen gemacht. Berlin scheiterte 1993 mit neun von 88 Stimmen kläglich beim Rennen um die Spiele 2000, Hamburg zog gegen Leipzig schon beim internen deutschen Konkurrenzkampf um die Spiele 2012 den Kürzeren.

"Hanseatische Bescheidenheit"

Kreuzfahrtschiff im Hamburger Hafen (Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Hamburg möchte Sommerspiele am Wasser aurichten und keine Schulden machen

Obwohl beide Konzepte offiziell erst am 1. September öffentlich präsentiert werden, sind einige Details der geplanten Bewerbungen bereits durchgesickert. In Berlin soll neben dem Olympia-Park für die Sportarten Leichtathletik, Fußball und Hockey das Sportforum Hohenschönhausen als zweites Zentrum genutzt werden. Segeln, Dressurreiten, Kanu oder Rudern sowie Fußball-Spiele sollen in den Ländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ausgetragen werden. Das Areal des Flughafens Tegel soll das olympische Dorf beherbergen.

Hamburg kündigt "hanseatische Bescheidenheit" an und will auf Spiele der kurzen Wege setzen. Das Herz Olympias mit Olympiastadion, Schwimm- und Turnhalle soll auf dem Kleinen Grasbrook entstehen, einem Teil des Hamburger Hafengeländes. In den benachbarten Messehallen könnten Kampf- und Mannschaftssportarten stattfinden. 31 der 35 benötigten Wettkampfstätten seien vorhanden und müssten lediglich modernisiert werden, heißt es aus Hamburg. Laut Umfragen sind 73 Prozent der Hamburger für Olympia, in Berlin momentan 52 Prozent. In beiden Städten haben sich die Gegner einer möglichen Olympia-Bewerbung längst im Bündnis "NOlympia" formiert. Im Abgeordnetenhaus in Berlin steht vor allem die Linke kritisch zu einer Kandidatur.

Der DOSB plant, am 6. Dezember über eine Olympia-Bewerbung zu entscheiden. Dann soll auch geklärt werden, ob ein deutscher Bewerber für 2024 oder 2028 ins Rennen geht. 2017 wird das IOC den Austragungsort für 2024 bekanntgeben.

asz/sn (dpa, sid)

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