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Vereinigte Staaten

Ben Carson gibt Trump einen Korb

Er wollte Präsident werden - aber als Minister steht er nicht zur Verfügung. Lieber wolle er Trumps "Freund" bleiben, erklärt der Neurochirurg. Eine Sprecherin hat dafür eine bemerkenswerte Erklärung.

Dr. Ben Carson (Getty Images/C. Somodevilla)

Wehrt das Angebot ab: Ben Carson (Archivbild)

Der Republikaner Ben Carson hat sich gegen einen Posten im Kabinett des künftigen US-Präsidenten Donald Trump entschieden. Damit hat der einzige Schwarze, den Trumps Wunschliste enthielt, auf einen Regierungsposten verzichtet.

Carson, ein früherer Neurochirurg, war als Gesundheitsminister gehandelt worden. Er sei allerdings überzeugt, dass das nicht der beste Weg für ihn sei, dem designierten Präsidenten zu dienen, sagte Carsons Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Als Argument nannte er fehlende Regierungserfahrung.

Macht Obamacare-Kritiker das Rennen?

Wie der Sender ABC News berichtet, lieferte eine Mitarbeiterin Carsons noch die Erklärung nach: "Sein Leben hat ihn nicht auf einen Kabinettsposten vorbereitet." Das hinderte den 65-Jährigen aber nicht daran, im Zuge des Vorwahlkampfs die Präsidentschaftskandidatur anzustreben.

Zwar hatte er dabei keinen Erfolg. Doch dem Kandidaten, der bei den Republikanern das Rennen machte, stand er hilfreich zur Seite: Im Wahlkampf war Carson ein enger Berater Trumps. Das wolle der Mediziner auch bleiben, sagte sein Sprecher, "und ein Freund".

Statt Carson wurde einem Medienbericht zufolge der Abgeordnete Tom Price aus Georgia für den Ministerposten ins Gespräch gebracht. Er gehört - wie Trump - zu den großen Kritikern von Barack Obamas Gesundheitsreform.

Paul Ryan wieder "Speaker of the House"

Der bisherige Sprecher des US-Repräsentantenhauses, der Republikaner Paul Ryan, soll nach dem Willen seiner Parteifreunde das Amt behalten. Bei einer Abstimmung hinter verschlossenen Türen sei der 46-Jährige einstimmig bestätigt worden, teilte die Republikaner-Fraktion in Washington mit. Ryan hatte sich im Wahlkampf von Trump abgewandt, ihm nach seinem Wahlsieg aber eine Zusammenarbeit angeboten.

USA Republikaner Paul Ryan in Janesville (Getty Images/D. Hauck)

Soll Speaker bleiben: Paul Ryan (Archivbild)

Die Wahl des neuen Repräsentantenhaus-Sprechers steht im Januar an. Bei den gleichzeitig mit der Präsidentenwahl abgehaltenen Kongresswahlen vor einer Woche hatten die Republikaner in beiden Parlamentskammern, dem Repräsentantenhaus und dem Senat, ihre Mehrheit verteidigt.

jj/cgn (rtr, ap)