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Kultur

Bayreuth trennt sich von Jonathan Meese

Zu teuer: Das "Parsifal"-Konzept des Künstlers ist in den Augen der Bayreuther Festspiele "nicht finanzierbar". Die Zusammenarbeit sei deshalb beendet, teilte der Kaufmännische Geschäftsführer mit.

Von Anfang an seien erhebliche Finanzierungsprobleme hinsichtlich der bühnenbildnerischen und kostümlichen Gesamtausstattung aufgetreten, hieß es in einer Pressemitteilung der Bayreuther Festspiele am Freitag (14.11.2014). Auch durch die Gewährung einer dreimonatigen Nachbesserungsfrist seien diese Defizite nicht zufriedenstellend ausgebessert worden, teilte der Kaufmännische Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele, Heinz-Dieter Sense, mit. "Die Folge wäre eine erhebliche Überschreitung der zur Verfügung stehenden Budgets. Dies ist für die Bayreuther Festspiele GmbH nicht akzeptabel", so Sense.

Skandalumwittert: Meese geriet durch den Hitlergruß ins Zwielicht

Bayreuth Festspielhaus, Foto: dpa

Das Festspielhaus in Bayreuth

Dabei hätte eine Inszenierung des "Parsifal" durch Jonathan Meese sicherlich für viel Aufmerksamkeit gesorgt. 2012 kündigten die

Bayreuther Festspiele

an, den skandalumwitterten Künstler für den "Parsifal" 2016 gewonnen zu haben.

Nach den Prozessen um seine skandalträchtigen Auftritte war es in der letzten Zeit ruhig um ihn geworden. Der Künstler war in die Schlagzeilen geraten, weil er den in Deutschland verbotenen Hitlergruß in einer Kunstaktion gezeigt hatte.

Im vergangenen Jahr musste er sich dafür vor Gericht verantworten

. Er berief sich aber auf die Freiheit der Kunst und wurde vom Gericht freigesprochen.

Die Bayreuther Festspiele oder Richard-Wagner-Festspiele widmen sich seit 1951 alljährlich der Aufführung der zehn letzten Opern des Komponisten Richard Wagner. Wer die Nachfolge von Meese antreten wird, sei noch nicht entschieden. Die Musikalische Leitung werde in den Händen von Andris Nelsons liegen, so Heinz-Dieter Sense.

so/ld (Bayreuther Festspiele)

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