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Fußball

Bayern zeigt Paderborn die Grenzen auf

Im ersten Teil des 5. Spieltags setzt sich Rekordmeister Bayern München im Duell gegen den Überraschungs-Tabellenführer Paderborn locker durch. Schalke feiert den ersten Saisonsieg und Freiburg bleibt vom Pech verfolgt.

Von den Punkten her lagen sie vor dem 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf Augenhöhe, auf dem Platz war dann aber relativ schnell klar, wer sportlich in der Bundesliga das Sagen hat: Der FC Bayern München hat sich gegen den Aufsteiger und bisherigen Tabellenführer SC Paderborn mit 4:0 (2:0) durchgesetzt und sich damit selbst an die Spitze der Tabelle geschossen. Mario Götze (8. und 78. Minute), Robert Lewandowski (14.) und Thomas Müller (85.) erzielten die Tore für den Rekordmeister. Götzes 1:0 bereitete Müller mit einem schönen Hackentrick vor. Beim 2:0 hatten die Bayern Glück, dass das Schiedsrichtergespann eine leichte Abseitsstellung Lewandowskis übersah. Der Pole zog aus 17 Metern Torentfernung diagonal ab, SCP-Torwart Lukas Kruse kam zwar noch an den Ball, konnte aber nicht mehr verhindern, dass das Leder im langen Eck einschlug.

Nach diesem Doppelschlag nahmen die Bayern das Tempo aus der Partie und verwalteten die Führung. Paderborn legte den Respekt vor dem hohen Favoriten lange Zeit nicht ab und kam kaum zu Chancen. Schließlich sorgte Götze mit seinem zweiten Treffer, einem Abstauber aus kurzer Distanz, für die endgültige Entscheidung, ehe Müller den Schlusspunkt setzte. Bayern hat erneut nicht geglänzt, gegen die zurückhaltenden Aufsteiger aus Paderborn reichte es aber auch so zu einem deutlichen Pflichtsieg und zur Tabellenführung.

"Es ist immer ein gutes Gefühl, vorne zu sein. Das gibt einem Selbstbewusstsein", sagte Bayern-Torhüter Manuel Neuer. "Im Moment zählt die Tabelle noch nicht so, wie am Ende der Saison, aber wenn man Erster werden kann, dann möchte man das natürlich auch und jetzt wollen wir versuchen, vorne wegzumarschieren."

Rassiges Spiel in Frankfurt

Hinter den Bayern auf Rang zwei der Tabelle liegt vorläufig der FSV Mainz 05. Die Mainzer kamen trotz einer 2:0-Führung bei Eintracht Frankfurt nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus. Nachdem es schon zuvor ein Spiel mit viel Bewegung und einigen Torszenen gewesen war, wurde es kurz vor der Pause richtig turbulent. Zunächst erzielte der von Borussia Dortmund ausgeliehene Mainzer Stürmer Jonas Hofmann (41.) das 1:0. Wenig später erhöhte der Japaner Shinji Okazaki sogar auf 2:0 (44.). Doch die Eintracht kam noch vor der Pause zurück: Frankfurts Torjäger Alex Meier erzielte postwendend den Anschlusstreffer zum 1:2 (45.+1) und sorgte für entspanntere Frankfurter Gesichter auf dem Weg in die Kabine.

Fußball Bundesliga 5. Spieltag Eintracht Frankfurt 1. FSV Mainz 05, Jubel Haris Seferovic (Foto: dpa)

Geduld zahlt sich aus: Spät erzielt Frankfurts Seferovic den Ausgleich gegen Mainz

Bemerkenswertes passierte in der 73. Spielminute: Nachdem Schiedsrichter Felix Brych nach einem Foul an Okazaki im Strafraum zunächst einen Foulelfmeter für Mainz gepfiffen hatte, nahm der diese Entscheidung nach kurzer Beratung mit seinem Assistenten wieder zurück und entschied stattdessen auf Freistoß für Frankfurt. Der Mann an der Linie hatte vor der Elfmetersituation ein Offensivfoul eines Mainzers gesehen. Dadurch blieb Frankfurt im Spiel und konnte durch Haris Seferovic noch zum vielbejubelten Ausgleich kommen (82.). Nach einem hoch und weit in den Mainzer Strafraum geschlagenen Freistoß überwand der Schweizer Nationalspieler FSV-Keeper Loris Karius mit einem Kopfball-Heber ins lange Eck.

Befreiungsschlag für Schalke

Fußball Bundesliga 5. Spieltag Werder Bremen FC Schalke 04, Jubel der Schalker Spieler (Foto: REUTERS/Fabian Bimmer)

Schalke bejubelt den ersten Sieg

Zunächst kein schönes Spiel sahen die Zuschauer in Bremen beim 2:0 (0:0)-Auswärtssieg des FC Schalke 04 beim SV Werder. Während die erste Halbzeit von vielen Fouls und wenig Spielfluss geprägt war, begann die zweite Hälfte mit einem Paukenschlag: Zunächst setzte sich Max Meyer nach einem weiten Abschlag von Schalke-Keeper Ralf Fährmann gegen drei Bremer Verteidiger durch und überwand Bremens Torwart Raphael Wolf mit einem durchaus haltbaren Schuss (48.). Drei Minuten später stieg Roman Neustädter bei einem Eckball am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf zum 2:0 in die Maschen (51.).

Auch jetzt noch führten beide Mannschaften die Partie hart. Insgesamt zeigte der Schiedsrichter sechs Gelbe Karten. Kurz vor dem Spielende, als Bremen kopflos nach vorne rannte, schloss Tranquillo Barnetta einen Konter erfolgreich zum 3:0-Endstand ab (85.). Letztlich endete die Partie mit einem verdienten Arbeitssieg der Schalker, die dadurch im siebten Pflichtspiel der Saison endlich ihren ersten Sieg feiern durften. Bremen wartet dagegen weiterhin auf den ersten Saisonerfolg.

"Das Momentum liegt im Moment nicht auf unserer Seite. Wir kriegen es nicht hin, in den entscheidenden Szenen, das Tor zu machen und mal Ruhe rein zu kriegen", sagte Werder-Manager Thomas Eichin. "Wir kommen in die 2. Halbzeit rein und kriegen zwei so saudumme Tore aus individuellen Fehlern und das wird in der Bundesliga halt gnadenlos bestraft."

Freiburg fängt wieder ein spätes Tor

Erneut kein Glück hatte der SC Freiburg: Bei der TSG 1899 Hoffenheim führte der Sportclub bis in die Nachspielzeit mit 3:2 und nahm am Ende doch nur einen Punkt mit nach Hause. Mit einem Doppelschlag hatte Freiburgs Mike Frantz für die zwischenzeitliche 2:0-Führung des Sportclubs gesorgt (32./33.). Hoffenheim brauchte anschließend einige Zeit, um sich zu erholen, schöpfte aber noch vor dem Pausenpfiff neue Hoffnung, als Tarik Elyounoussi ein schönes Dribbling in den Strafraum erfolgreich abschloss (44.). Mitte der 2. Halbzeit versenkte Sebastian Rudy einen direkten Freistoß aus etwa 20 Metern und erzielte den 2:2-Ausgleich.

Fußball Bundesliga 5. Spieltag TSG 1899 Hoffenheim SC Freiburg, Tor Jannik Vestergaard (Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Später Ausgleich - Vestergaard trifft in letzter Sekunde

Dann ging erneut Freiburg in Führung: Vladimir Darida traf per Foulelfmeter (75.) und musste wenige Minuten später mit Rot vom Platz. Der Tscheche traf Pirmin Schwegler bei einem Fallrückzieherversuch unglücklich am Kopf und wurde vom Platz gestellt (81.). Als Freiburg nur noch versuchte, die knappe Führung in Unterzahl über die Zeit zu retten, schlug es doch noch einmal ein: Nachdem die Freiburger Abwehr es mehrfach nicht schaffte, den Ball aus dem eigenen Strafraum zu klären, staubte Jannik Vestergaard zum 3:3 (1:2)-Endstand ab (90.+4).

Schon am

vergangenen Freitag gegen Hertha BSC

hatte Freiburg in der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen müssen. Hoffenheim jubelte und belegt nun gemeinsam mit den Mainzern einen geteilten zweiten Rang in der Tabelle.

Fünf Partien am Mittwoch

Von dort könnten sie allerdings am Mittwochabend bereits wieder verdrängt werden, zum Beispiel wenn Bayer 04 Leverkusen gegen den FC Augsburg gewinnt oder Hannover 96 sich gegen den 1. FC Köln durchsetzt. Außerdem trifft Borussia Dortmund auf den Tabellenletzten VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach empfängt den Hamburger SV und Hertha BSC bekommt es mit dem VfL Wolfsburg zu tun.

Alle Mittwochsspiele gibt es bei uns im Liveticker ab 20:00 Uhr MESZ.

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