Bayern spielt gegen PSG ums Prestige | Fußball | DW | 04.12.2017
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Champions League

Bayern spielt gegen PSG ums Prestige

Beim 0:3 im Hinspiel der Champions-League-Gruppenphase war die Talsohle erreicht. Nun will der FC Bayern im Rückspiel gegen Paris St. Germain ein Zeichen setzen. Team und Trainer ist es egal, wie hoch der Sieg ausfällt.

"Hauptsache gewinnen - wenn es klappt, dann gerne hoch", so lautet das Motto beim FC Bayern München vor dem abschließenden Gruppenspiel in der Champions League gegen Paris St. Germain (Dienstag, 20:45 Uhr MEZ, ab 20:30 Uhr im DW-Liveticker). Ende September geriet das Hinspiel mit 0:3 zum totalen Fiasko und hatte noch nicht einmal 24 Stunden später die Demission von Trainer Carlo Ancelotti zur Folge. So trägt das PSG-Team um die Superstars Neymar, Kylian Mbappe und Edinson Cavani eine gewisse Mitverantwortung dafür, dass nun Jupp Heynckes auf der Bayern-Bank sitzt. Der 72-Jährige hat die Münchener wieder zurück in die Erfolgsspur geführt, dominiert die Bundesliga mittlerweile mit sechs Punkten Vorsprung auf die zweitplatzierten Leipziger und hat auch in der Champions League das Achtelfinal-Ticket bereits in der Tasche. Jetzt wäre ein Sieg mit vier Toren Vorsprung nötig, um im letzten Spiel auch noch den Gruppensieg zu schaffen.

Allerdings sieht Heynckes das nicht als realistisches Szenario: "Wir sind nicht so vermessen zu sagen, wir spielen um den Gruppensieg. Es geht um das Prestige", sagte er bei der offiziellen Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Allerdings wolle man eine Botschaft an Fußball-Europa senden. Man wolle zeigen, "dass der FC Bayern nicht nur eine große Historie in der Champions League hat, sondern dass wir nach wie vor zu den Top-Klubs in Europa zu zählen sind", so Heynckes, der ankündigte, den Kolumbianer James Rodriguez wieder in die Startelf zu beordern. Auch Flügelspieler Kingsley Coman dürfte gegen seine Landsleute von Beginn an auflaufen. "Wir müssen uns selbst und Europa auch zeigen, dass wir noch Titelanwärter sind", forderte der Flügelspieler.

Bayern im Soll, PSG verwundbar

Der FC Bayern hat am Wochenende beim 3:1-Sieg gegen Hannover 96 sein Hausaufgaben gemacht. Zuvor gab es gegen Borussia Mönchengladbach die erste Niederlage unter Heynckes.

München Pressekonferenz Jupp Heynckes (picture-alliance/dpa/M. Balk)

Jupp Heynckes hat gut Lachen: Seit er beim FC Bayern das Regiment führt, ist der Erfolg zurück

Die Pariser sind zwar unangefochtener Tabellenführer der Ligue 1, allerdings zeigten sie am vergangenen Samstag, dass sie schlagbar sind. Bei Aufsteiger Racing Straßburg gab es nahezu in Bestbesetzung die erste Pleite der Saison (1:2). Paris ist also durchaus verwundbar. Trainer Unai Emery erwartet "ein schwieriges Spiel" und warnt. Die Bayern seien zu einem Kantersieg jederzeit in der Lage, "sie gehören zu den Mannschaften, die die Champions League gewinnen können".

Auf der anderen Seite lassen sich die Bayern-Spieler nicht in die Favoritenrolle drängen. "Wir wollen einfach ein gutes Spiel hinlegen", sagte Mats Hummels. "Richtig relevant wird es in den K.o.-Spielen, wenn man rausfliegen kann." Und Platz zwei muss auch kein Nachteil für das Achtelfinale sein. Zwar drohen dann absolute Top-Gegner wie der FC Barcelona oder Manchester City mit Ex-Coach Pep Guardiola. Allerdings wären bei der Auslosung am 11. Dezember auch vermeintlich leichtere Gruppensieger möglich wie Besiktas Istanbul aus der Leipzig-Staffel oder die Tottenham Hotspur aus der Dortmunder Vorrundengruppe

Ein Vier-Tore-Sieg gegen PSG ist also beileibe keine Pflicht. Trotzdem wird das Rückspiel gegen Paris zum großen Test. Ein Erfolg - egal wie hoch - wäre ein Ausrufezeichen.

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