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Fußball

Bayer verdirbt Dortmund den Liga-Start

Die Revierklubs aus Dortmund und Schalke legen einen Fehlstart in die neue Fußball-Bundesliga-Saison hin. Nach dem peinlichen Pokal-Aus in Dresden steckt S04 schon nach dem ersten Spieltag in der Krise.

Ein Blitztor von Karim Bellarabi und ein Treffer in der Nachspielzeit von Stefan Kießling haben Vizemeister Borussia Dortmund den Start in die 52. Bundesligasaison gründlich verdorben. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp musste sich Bayer Leverkusen mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Bayer-Stürmer Bellarabi traf im voll besetzten Dortmunder Stadion bereits nach neun Sekunden zum Tor des Tages, Kießling in der 5. Minute der Nachspielzeit.

"Wir haben gezeigt, was für ein geiles Team wir sind", sagte Bayer-Torwart Bernd Leno, der sein 100. Bundesligaspiel bestritt. "Es war ein sehr zerfahrenes Spiel. Die Räume waren brutal eng, es kam kaum ein richtiges Spiel zustande. Das 2:0 war am Ende der Gnadenstoß", analysierte BVB-Routinier Sebastian Kehl enttäuscht.

Stefan Kießling (2.v.l.) erzielt das 2:0 per Kopf (Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Stefan Kießling (2.v.l.) setzt mit 2:0 den Schlusspunkt

In einem temporeichen Schlagabtausch auf hohem Bundesliga-Niveau erwischte die Werkself einen Traumstart. Die letzten Zuschauer hatten ihre Plätze in der ausverkauften Arena noch nicht eingenommen, als der BVB das 0:1 durch Bellarabi kassierte. Die neue Bayer-Philosophie mit frühem Ballgewinn und schnellem Angriffsspiel stellte den BVB vor einige Probleme, zumal sich die Gastgeber bis zum Wechsel im Spielaufbau allzu viele Fehlpässe leisteten. Dortmund agierte in der Offensive meist zu ungenau, hochkarätige Chancen waren Mangelware.

Nach dem Wechsel erspielten sich die Westfalen die klareren Situationen und agierten wesentlich druckvoller. Vor allem Marco Reus und der italienische Neuzugang Ciro Immobile konnten sich besser in Szene setzen. Mit viel Glück überstand Bayer einige prekäre Strafraumszenen ohne Gegentreffer. In der Schlussphase setzten die Gastgeber alles auf eine Karte und so konnte Kießling in der Nachspielzeit mit dem 2:0 für den Schlusspunkt sorgen.

Schalke-Debakel zum Saisonstart

Schalke-Trainer Jens Keller (2.v.r.) schaut ratlos auf der Trainerbank (Foto: Nigel Treblin/Bongarts/Getty Images)

Jens Keller: Ratlos schon nach dem ersten Spieltag?

Nach der Pokalblamage beim Drittligisten Dynamo Dresden verpatzte Schalke auch den Bundesliga-Start gründlich. Die Königsblauen mussten bei Hannover 96 eine 1:2 (0:0)-Niederlage hinnehmen und stecken damit schon nach dem zweiten Pflichtspiel der Saison in einer handfesten Krise. Zwar hatte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (47. Minute) in der ausverkauften Hannoveraner Arena zunächst für die Führung der Gäste gesorgt. Doch Edgar Prib (67.) und Rekord-Einkauf Joselu (70.) drehten mit einem Doppelschlag die Partie und lassen Schalkes Coach Jens Keller bereits zu Beginn der Saison um seinen Job bangen.

"Ich werden den Teufel tun und jetzt den Trainer schlecht reden", erklärte der frustrierte Weltmeister Benedikt Höwedes nach dem Schlusspfiff. Der Kapitän, der zumindest eine Stunde lang die Abwehr gut organisiert hatte, ging mit seinen Kollegen hart in Gericht. "Wir haben vorne zu egoistisch gespielt und zu wenig mannschaftsdienlich. Das ist für mich unerklärlich", schimpfte Höwedes. "Ich bin extrem sauer. Es ist wahnsinnig ärgerlich, dass man ein Spiel, das man im Griff hat, durch zwei Konter verliert", sagte Trainer Keller, der zudem in den kommenden Monaten auf Sead Kolasinac verzichten muss. Der Verteidiger zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt lange aus.

Hoffenheim ist Tabellenführer

Hoffenheims Tarik Elyounoussi jubelt über sein Tor zum 2:0 (Foto: Uwe Anspach/dpa)

Hoffenheims Elyounoussi jubelt über sein Tor zum 2:0

1899 Hoffenheim kam zu einem verdienten 2:0 (2:0) gegen den FC Augsburg, der damit nach dem frühen K.o. im DFB-Pokal auch den Liga-Saisonstart verpatzte. Adam Szalai (33.) und Tarik Elyounoussi (35.) trafen für die Hausherren, die damit im Moment die Bundesliga-Tabelle anführen.

Derweil bescherte Eintracht Frankfurt seinem neuen Coach Thomas Schaaf einen optimalen Einstand. Die Hessen gewannen gegen den SC Freiburg mit 1:0 (1:0) und konnten dabei phasenweise überzeugen. Neuzugang Haris Seferovic (15.) besiegelte den Auftakt-Erfolg der Gastgeber, die ihren ersten Heimsieg seit Anfang April feierten.

Dagegen verpasste Hertha BSC trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung den Sieg. Die Berliner kamen daheim gegen Werder Bremen trotz langer Überlegenheit nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus. Neuzugang Julian Schieber hatte den Hauptstadtklub mit zwei Treffern (16./47.) scheinbar auf die Siegerstraße gebracht, doch Bremen kämpfte sich zurück ins Spiel und wurde nach Toren von Assani Lukimya (52.) und Franco di Santo (55.) nicht unverdient noch mit einem Punkt belohnt.

Hamburg beendet Auswärtsfluch

Der Hamburger SV konnte bei der Bundesliga-Rückkehr des 1. FC Köln seine schwarze Auswärts-Serie stoppen. Die Hanseaten kamen beim Aufsteiger zu einem 0:0 und sorgten damit nach neun Niederlagen in Folge für den ersten Auswärtspunkt seit Ende Oktober 2013. Für die Kölner, die nach 840 Tagen wieder ein Spiel im Fußball-Oberhaus bestreiten durften, war es ein erster kleiner Schritt auf dem Weg zum angestrebten Klassenerhalt.

Alle Ergebnisse und die Tabelle der Fußball-Bundesliga finden Sie hier.

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