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Wirtschaft

BASF pumpt Milliarden nach Asien

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF geht neue Verbindungen mit China ein. Das Riesenwerk in Nanjing ist gerade fertig – und bis 2009 will das Unternehmen nochmal eine Milliarde Euro in Asien ausgeben.

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Vereinte Kräfte: das neue chinesisch-deutsche Werk Nanjing

BASF hat sich mit dem chinesischen Chemiekonzern Sinopec zusammengetan. Gemeinsam haben die Unternehmen 2,9 Milliarden US-Dollar (2,32 Mrd. Euro) in das Chemiewerk im ostchinesischen Nanjing investiert. Am Mittwoch (28.9.2005) geht es offiziell in Betrieb.

Erdöl in China - Sinopec Raffinerie in Ningbo p178

Die chinesische Sinopec betreibt auch Raffinerien - wie hier in Ningbo in der Provinz Zhejiang

Das Gemeinschaftsunternehmen wurde BASF-YPC getauft und gehört beiden Firmen zu gleichen Teilen. Es soll 1,7 Millionen Tonnen hochwertiger Chemikalien und Kunststoffe jährlich produzieren – insgesamt ist das Areal 220 Hektar groß.

Neue Projekte schon in der Pipeline

Das innerhalb von vier Jahren gebaute Chemiewerk ist die größte Einzelinvestition in der 140-jährigen Geschichte der BASF. Bis 2010 will der Ludwigshafener Konzern 20 Prozent seines globalen Umsatzes und Ergebnisses in der Region Asien-Pazifik erzielen – die Hälfte davon in China.

Bilanzpressekonferenz BASF - Jürgen Hambrecht

Jürgen Hambrecht, Vorstandschef der BASF, will weiter in Asien investieren

Einen Tag vor dem offiziellen Start in Nanjing kündigte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht auf einer Pressekonferenz in der ostchinesischen Stadt an, bis 2009 in Asien eine weitere Milliarde Euro investieren zu wollen. "China wird einen großen Anteil daran haben", betonte Hambrecht. BASF verhandele mit Sinopec auch über neue Investitionsprojekte: "Wir sprechen mit Sinopec, was als nächstes kommt." Wie es hieß, geht es um den Ausbau der Standorte Nanjing und Schanghai. Hambrecht rechnet damit, dass das neue Werk schon 2005 keine roten Zahlen mehr schreibt.

China, der Mega-Chemiemarkt

DEU BASF ZWISCHENBILANZ

Die BASF-Stammwerke in Ludwigshafen

China hat 2004 Japan überholt und ist hinter den USA zum zweitgrößten nationalen Chemiemarkt aufgestiegen. BASF beschäftigt im Reich der Mitte etwa 4000 Mitarbeiter. BASF-Vorstandsmitglied Andreas Kreimeyer, bei dem Chemiekonzern für Asien zuständig, zeigte sich zuversichtlich, dass China "der Wachstumsmotor Asiens, insbesondere für die Chemie-Industrie, bleibt". (reh)

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