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Aktuell Asien

Bangladesch: Keine Gnade für Todeskandidaten

Bangladeschs Präsident Abdul Hamid hatte die Gnadengesuche zweier zum Tode verurteilten Oppositionspolitiker abgelehnt. Kurz danach wurden sie hingerichtet.

Für Salahuddin Quader Chowdhury von der Bangladesh Nationalist Party (BNP) und Ali Ahsan Mohammad Mujahid von der Jamaat-e-Islami Partei war die Hinrichtung am Galgen wohl nicht mehr abzuwenden. Präsident Abdul Hamid (Bild oben) hatte am Nachmittag ihre Gnadengesuche abgelehnt. Danach gab es kein Hindernis für die Vollstreckung des Todesurteils. Nur wenige Stunden später wurden die beiden Politiker hingerichtet.

Verbrechen während des Unabhängigkeitskrieges

Die beiden Männer waren von einem umstrittenen Kriegsverbrechertribunal wegen Völkermord, Folter und Vergewaltigung zum Tode verurteilt worden. Dieses Tribunal hatte seit 2010 zahlreiche islamische Politiker wegen der Verbrechen im Krieg gegen Pakistan 1971 verurteilt. In dem Unabhängigkeitskrieg hatte sich das damalige Ost-Pakistan mit Unterstützung Indiens vom Westteil des Landes abgespalten.

Proteste befürchtet

Chowdhury war der erste ranghohe BNP-Politiker, der von dem Tribunal schuldig gesprochen wurde. Während die Regierung die Urteile als notwendig sieht, um die schmerzhafte Epoche aufzuarbeiten, betrachten die BNP und ihre islamistischen Verbündeten die Prozesse als politisch motiviert. Todesurteile des Tribunals führten mehrfach zu blutigen Protesten. Um das Gefängnis wurden die Sicherheitsmaßnahmen bereits verstärkt.

fab/hf (afp, dpa, rtre)