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Wirtschaft

Autobauer schaffen tausende neue Stellen

Dank gut laufender Geschäfte wollen die Autobauer BMW und Volkswagen die Zahl ihrer Mitarbeiter in diesem Jahr kräftig erhohen. Beide planen jeweils tausende Neueinstellungen.

"Während andere Unternehmen Entlassungen durchführen, werden wir in Deutschland in diesem Jahr 5000 Menschen fest einstellen", sagte der BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch dem gegenüber der Zeitung "Münchner Merkur". Dies sei "ein Höchstwert in der Geschichte der BMW AG".

Ein Unternehmenssprecher wollte die konkrete Zahl gegenüber der Deutschen Welle nicht bestätigen. Es sagte aber, die Zahl der Neueinstellungen werde sich auch in diesem Jahr "im vierstelligen Bereich" bewegen.

Der Sprecher verwies darauf, dass die Zahl der BMW-Mitarbeiter in Deutschland im vergangenen Jahr um 3700 auf rund 82.600 gestiegen sei. Weltweit beschäftigt die BMW Group 116.300 Personen (Stand Jahresende 2014). Als Grund für die neuen Jobs nannte Betriebsratschef Schoch eine Nachfrage nach neuen BMW-Modellen, die "weit über unseren Erwartungen" liege. Deshalb müsse und werde BMW "die Produktion erheblich steigern".

2014 hatte die BMW Group mit weltweit über zwei Millionen verkauften Fahrzeugen ihrer Marken BMW, Mini und Rolls-Royce einen neuen Absatzrekord aufgestellt. Auch für dieses Jahr rechnet der Autokonzern mit einer neuen Bestmarke.

Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, verzeichnete BMW mit dem abgelaufenen Monat "den besten Januar in der Unternehmensgeschichte". Der Absatz stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,3 Prozent auf knapp 125.000 Fahrzeuge an, blieb allerdings hinter den Verkäufen der Konkurrenz-Marken Audi (137.700) und Mercedes (125.900) zurück.

Volkswagen mit mehr als 600.000 Mitarbeitern

Auch der Volkswagen-Konzern will in diesem Jahr tausende neue Jobs schaffen. "Wir werden die Zahl von 600.000 Mitarbeitern im Gesamtkonzern Mitte dieses Jahres überschreiten", sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Volkswagen ist Deutschlands größter privater Arbeitgeber und zählte Ende November 2014 fast 594.000 Beschäftigte, davon 271.000 (46 Prozent) im Inland.

"Allein im vergangenen Jahr haben wir im VW-Konzern in Deutschland rund 16.000 neue Arbeitsplätze geschaffen", sagte Osterloh. Auch im laufenden ersten Quartal übernehme VW in seinen deutschen Werken all jene Leiharbeiter in eine Festanstellung, bei denen das Maximum der Zeitarbeit von drei Jahren am Stück erreicht ist - das sind gut 500. Ein VW-Sprecher betonte am Dienstag, der Konzern habe seit 2007 rund 144.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, 55.000 davon in Deutschland.

Die von Osterloh in Aussicht gestellten 600 000 Arbeitsplätze sind eine magische Schwelle. Weltweit gibt es nur ganz wenige Unternehmen, die noch mehr Menschen beschäftigen - etwa die US-Handelskette Walmart und der Elektroriese Foxconn. Osterloh versprach, der Konzern bleibe in Deutschland und der Welt "ein Motor für Beschäftigung".

bea/dk (dpa, afp, BMW)