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Nahost

Aufstand in Basra?

Behindert durch Sandstürme rücken alliierte Truppen weiter auf Bagdad vor. Zum militärischen Ziel wurde jetzt auch die Stadt Basra erklärt, wo es zu einem Aufstand der Bevölkerung gegen das Regime gekommen sein soll.

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Einsatz im Südirak

Mit intensiven Bombenangriffen auf irakische Elitetruppen vor Bagdad haben die Truppen der USA und Großbritanniens am Dienstag (25.03.) die Vorbereitung einer Offensive auf die irakische Hauptstadt begonnen. Behindert von schweren Sandstürmen rückten die amerikanischen und britischen Truppen auf den Verteidigungsring um Bagdad vor. Am sechsten Kriegstag standen alliierte Verbände nach den Worten des britischen Premierministers Tony Blair nur mehr 90 Kilometer vor der Hauptstadt.

Sandsturm in Irak USA Panzer

Sandsturm bremst Vormarsch

Hart umkämpft ist Basra, die zweitgrößte Stadt des Landes. Entgegen der ursprünglichen Strategie wurde die südirakische Stadt von den alliierten Streitkräften jetzt doch zu einem "Kriegsziel" erklärt. Berichte, nach denen sich in Basra Teile der Bevölkerung gegen die regierungstreuen Truppen erhoben haben, wurden inzwischen vom britischen Oberkommando in Katar bestätigt.

Warnungen vor "humanitärer Katastrophe"

Bagdad wurde am Dienstag (25.03.2003) erneut massiv bombardiert. Ziel der Angriffe waren auch Stellungen der 'Medina'-Division der Republikanischen Garde, der Elitetruppe von Präsident Saddam Hussein. Auch aus der Stadt Mosul sowie aus der Umgebung der strategisch wichtigen Öl-Stadt Kirkuk im Nordirak wurden Bombenangriffe gemeldet. Am Boden gab es schwere Gefechte zwischen irakischen und alliierten Soldaten. Nach Angaben des US-Verteidigungsministerium gab es am Abend schwere Kämpfe zwischen An Nadschaf und Kerbela, südlich von Bagdad. Ein neuerlicher Zwischenfall ereignete sich in einem Vorort von Basra. Zwei britische Soldaten wurden dort irrtümlich von eigenen Einheiten angegriffen und getötet, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Londen.

Britische Soldaten in Umm Kasr

Soldaten verteilen Süßigkeiten in Umm Kasr

Die südirakische Hafenstadt Umm Kasr ist nach britischen Armee-Angaben inzwischen unter alliierter Kontrolle. Über diese Stadt sollen die humanitären Hilfslieferungen für Irak abgewickelt werden. Am Mittwoch (26.03.) wird das erste Schiff mit Nahrung, Trinkwasser und weitere Hilfsgüter in Umm Kasr erwartet. Vertreter mehrerer Hilfsorganisation und Staaten, darunter Bundesaußenminister Joschka Fischer, warnten vor einer "humanitären Katastrophe" im Kriegsgebiet.

Bush und Blair zufrieden

US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair zeigten sich mit dem bisherigen Verlauf des Krieges zufrieden. Bush sagte in Washington, die Alliierten machten "stetige Fortschritte". Nach Ansicht des britischen Premierministers ist der Krieg in den ersten fünf Tagen "genau nach Plan" verlaufen. "Wir haben unheimlich viel erreicht", sagte Blair, der ab Mittwoch (26.03.) mit Bush auf dessen Landsitz Camp David die künftige Militärstrategie und den Wiederaufbau des Iraks erörtern will.

Bush gab offiziell bekannt, dass er im Kongress fast 75 Milliarden Dollar (70 Milliarden Euro) für den Krieg beantragen wird. Eingeschlossen seien Mittel für humanitäre Hilfe an die Bevölkerung. Großbritannien hat im Haushalt bislang 1,75 Milliarden Pfund (2,6 Milliarden Euro) für den Krieg und den Anti-Terror-Kampf vorgesehen.

Türkische Präsenz im Nordirak

Die Verhandlungen zwischen Washington und Ankara über die Entsendung türkischer Truppen in den Nordirak ziehen sich hin. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, über die türkische Präsenz im Nordirak sei aber grundsätzlich Einvernehmen erzielt worden. Wie viele Soldaten wie weit in den Nordirak vorrücken würden, sei noch offen.

Demonstration in Damaskus gegen Irak Krieg

Hunderttausende protestieren in Damaskus (Syrien) gegen den Krieg

Weltweit demonstrierten am Dienstag erneut mehrere Hunderttausende Menschern gegen den Irak-Krieg. Die größte Kundgebung fand in der syrischen Hauptstadt Damaskus statt. Größere Protest-Demonstrationen wurden auch aus Libanon, Libyen, Ägypten und Jordanien gemeldet.

Hinweis: Angaben zu Truppenbewegungen, Opfern und Schäden basieren zumeist auf Informationen der Kriegsparteien und können in der Regel nicht unabhängig überprüft werden.

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