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Politik

Stichwort: Basra

Basra, die zweitgrößte Stadt im Irak, war einst ein blühendes Zentrum arabischer Kultur. In mehreren Golfkriegen erlitt das einstige "Venedig des Orients" schwere Schäden.

Die Stadt Basra ist die wichtigste Metropole im mehrheitlich von schiitischen Moslems bewohnten Südirak. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz liegt am Ufer des Flusses Schatt el Arab, der beim Zusammenfluss von Euphrat und Tigris entsteht. Sie Stadt dient dem Irak als wichtigster Seehafen und liegt rund 100 Kilometer vom Persischen Golf entfernt.

Basra, zweitgrößte Stadt des Landes mit knapp 600.000 Einwohnern, erlitt in zwei Golfkriegen und folgenden Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und dem irakischen Militär schwere Schäden. Sie beherbergt Ölraffinerien und chemische Industrie. Durch alliierte Luftangriffe im Golfkrieg von 1991 wurden viele Produktionsstätten, Hafenanlagen, Straßen sowie die Strom- und Wasserversorgung zerstört. Die Schäden sind noch immer nicht vollständig behoben. Basra bildet auch das Zentrum der landwirtschaftlich geprägten Region, deren Bauern vor allem Datteln, Getreide, Reis und Hirse anpflanzen.

Gegründet wurde Basra im 7. Jahrhundert als arabischer Militärstützpunkt und Handelsplatz. Ungeachtet des Wüstenklimas und der schwierigen Wasserversorgung wurde die Stadt schon bald ein blühendes Zentrum der arabischen Kultur, Wissenschaft und des Handels. Zahlreiche Baudenkmäler zeugen noch heute davon.