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Sport

Aufatmen bei Weltmeister Vettel

So schlecht sieht es plötzlich doch nicht mehr aus für Sebastian Vettel: vierter Platz und viele Runden beim zweiten freien Training zum Saisonauftakt in Melbourne. Favoriten sind aber dennoch andere.

Pünktlich zum ersten Rennen der neuen Formel-1-Saison hat sich Sebastian Vettel zurückgemeldet. Mit einer überzeugenden Trainingsleistung machte der Titelverteidiger sogar Hoffnungen auf ein deutsches Duell um den Auftaktsieg in Australien. "Das war sehr gut, eine große Erleichterung", betonte der viermalige Weltmeister nach dem zweiten freien Training. Platz vier in der Tageswertung und 41 Runden in der zweiten Trainingseinheit, die meisten unter allen Fahrern, machten Vettel Mut. "Das war ein Tag, wie wir ihn uns beim ersten Testtag gewünscht hätten", meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner, räumte aber ein, dass es noch eine Lücke zu Mercedes und Ferrari gebe.

Tatsächlich bestimmten die Silberpfeile auf dem 5303 Meter langen Kurs im Albert Park von Melbourne das Tempo. Lewis Hamilton auf Platz eins und Nico Rosberg auf Rang zwei waren die Einzigen, die eine Runde unter 1:30 Minuten schafften. Der drittplatzierte Fernando Alonso war im Ferrari zwei Tage vor dem Großen Preis von Australien (Sonntag, 16.03.2014 / 07.00 Uhr MEZ) rund eine halbe Sekunde langsamer, Vettel sogar mehr als sieben Zehntelsekunden.

Formel 1 Australien Melbourne Lewis Hamilton

Zufrieden: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (l.) und Mercedes-Supervisor Niki Lauda (r.)

"Ich fühle mich ziemlich wohl im Auto", meinte Hamilton. "Ich habe erwartet, dass wir ganz gut aussehen, und danach sieht es im Moment aus", betonte Rosberg. Allerdings räumte er auch ein, dass beide auf ihren schnellen Runden mit relativ wenig Sprit, also mit relativ leichtem Auto, gefahren seien. Hinzu kam, dass Hamilton bei der ersten Ausfahrt nicht mal die Installationsrunde geschafft hatte. Ein defekter Sensor hatte den Mercedes AMG außer Betrieb gesetzt. "Man sieht, wie schnell es gehen kann. Deswegen müssen wir sehr vorsichtig sein", betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Ein kleines Problem - und es ist vorbei."

Haushalten mit dem Kraftstoff

Ein großes Problem kann dagegen für alle Teams der Spritverbrauch werden. Nur 135 Liter sind im Tank beim Rennen erlaubt, Dauer-Vollgas ist so nicht mehr möglich. Und Rosberg fürchtet noch einen anderen Faktor: "Die Reifen gehen sehr schnell kaputt, was wir eigentlich nicht erwartet hatten." Dennoch gelten Rosberg und sein Teamkollege Hamilton als Favoriten auf die vorderen Plätze - bei den ersten Rennen, aber auch in der WM bis zum Ende der Saison. Neben den beiden Silberpfeilen sollte man auch Alonso und seinen Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen auf der Rechnung haben. Dazu Felipe Massa, der nach acht Jahren als Nummer zwei bei Ferrari nun im Williams-Mercedes sitzt.

Zufrieden zeigte sich auch Nico Hülkenberg von Force India nach den Plätzen elf und zehn. "Ich bin ziemlich happy, weil es ein glatter Tag war, an dem wir viel gelernt haben." Landsmann Adrian Sutil, mit dem Hülkenberg den Platz bei Sauber getauscht hat, fand sich indes nach ein paar Schwierigkeiten auf den Rängen 15 und 14 wieder: "Wir müssen ruhig bleiben und bereit sein fürs Rennen", meinte er.

asz/ck (dpa, sid)

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