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Aktuell Welt

Auf den Spuren Jesu

Gläubige und Schaulustige aus aller Welt haben sich in der Altstadt von Jerusalem zur traditionellen Prozession durch die Via Dolorosa versammelt. Dort gingen Hunderte Menschen den Leidensweg Jesu Christi nach.

Einige Gläubige trugen auf einem Stück des Wegs schwere Holzkreuze, viele hielten kleine Nachbildungen in den Händen. Wer sich nicht direkt an der Prozession beteiligte, stand in den engen Gassen der Jerusalemer Altstadt Spalier.

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Karfreitag in Jerusalem und Rom

14 Stationen

Jesus Christus wurde nach christlichem Glauben am Karfreitag zum Tode verurteilt und auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt. Die Gläubigen gingen dabei 14 Stationen auf dem Leidensweg Christi ab. Dabei verharrten sie an den drei Stellen, an denen Jesus unter dem Gewicht des schweren Holzkreuzes zusammen gebrochen sein soll.

Der Zug der Gläubigen endete bei der Grabeskirche. Sie steht an jener Stelle, wo Jesus der Überlieferung nach begraben wurde und - wie es im Glaubensbekenntnis heißt - "am dritten Tage" auferstanden ist. Der "dritte Tag" ist Ostersonntag, wobei der Kreuzigungstag mitgezählt wird.

Im Zeichen der Trauer

Schon seit dem frühen Christentum wird der Freitag vor Ostern als Tag der Buße, des Fastens und des Gebets begangen. Auch in Gottesdiensten, die ganz im Zeichen der Trauer stehen, werden die Stationen des Kreuzweges Christi nachvollzogen.

Der neue Papst Franziskus beging im Petersdom in Rom die Feier des Leidens und Sterbens Christi gemeinsam mit Tausenden Gläubigen. Am Abend will er - wie seine Vorgänger - den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum beten. Die 14 Stationen wurden in diesem Jahr von Jugendlichen aus dem Libanon gestaltet. Zu der Andacht werden Zehntausende Menschen erwartet.

Die traditionelle Abendmahlsfeier am Gründonnerstagabend hatte Franziskus mit Jugendlichen einer römischen Strafvollzugsanstalt gefeiert. Dabei wusch er zwölf jungen Gefangenen, darunter zwei Mädchen, die Füße, was an die Demutsgeste Jesu gegenüber seinen Jüngern vor dem letzten Abendmahl erinnern sollte.

Der Name Karfreitag leitet sich vom althochdeutschen Wort "kara" ab, was Trauer oder Wehklage bedeutet. Karfreitag ist in vielen christlichen Ländern, darunter Deutschland - ein gesetzlicher Feiertag.

gmf/kis/wa/qu (dpa, kna)

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