1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Rückspiel Dortmund - Benfica

Auch ohne Reus zum Sieg gegen Benfica

Trotz der nicht optimalen Ausgangslage und der Verletzung eines ihrer Top-Stars geht der BVB voller Selbstvertrauen ins Rückspiel gegen Benfica Lissabon. Mit zum Erfolg beitragen sollen die "Jahrhundertspiel"-Helden.

Drei Spiele, drei Siege, zwölf Tore - die Vorbereitung auf das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions-League gegen Benfica Lissabon verlief mehr als gut. Am Samstag schossen sich die Borussen mit dem 6:2 über Bayer 04 warm für das entscheidende Spiel vor eigener Kulisse. 20 Jahre nach dem großen Triumph in der Königsklasse will Dortmund wieder Großes erreichen. Doch zunächst gilt es, das unglückliche 0:1 aus dem ersten Duell mit dem portugiesischen Meister aufzuholen. Keine unmögliche Aufgabe, doch nun fällt Stammspieler Marco Reus mit einem Muskelfaserriss erneut verletzt aus. Abwehrchef Sokratis mahnt trotz des Kantersieges gegen Leverkusen: "Gegen Benfica müssen wir 300 Prozent besser spielen."

Heißt übersetzt: Nicht nur Offensivpower, sondern auch behutsamer Spielaufbau und kontrollierte Defensive. Genau das gelang im Hinspiel nicht: Die richtige Balance zwischen Risiko und Sicherheit fehlte. "Wir müssen ruhig bleiben und geduldig sein", findet Neuzugang Marc Bartra und bereitet die Fans auf ein Geduldspiel vor: "Es werden lange 90 Minuten." Dem pflichtet auch Raphael Guerreiro bei: "Wir müssen überlegt aufbauen, keine unnötigen Ballverluste riskieren. Wir dürfen nicht die Nerven verlieren", äußerte sich der portugiesische Nationalspieler im Fußball-Fachmagazin "Kicker".

"Jahrhundertspiel" als Mutmacher

Der Viertelfinal-Einzug bringt Zusatzeinnahmen von 6,5 Millionen Euro, hinzu kämen weitere Zuschauereinnahmen und höhere Anteile aus dem Marktpool. Die Posten summieren sich auf mehr als zehn Millionen Euro. "Es wäre sehr schlecht, wenn wir es nicht schaffen würden", sagte Sokratis. Die Siegprämie fällt laut Recherchen der Boulevardzeitung "Bild" mit 100.000 Euro pro Spieler ebenfalls recht üppig aus.

Ein Blick in die Vergangenheit soll zusätzlich anspornen: Auch beim ersten Europapokal-Duell mit Benfica vor über 50 Jahren musste der BVB einen Ein-Tore-Rückstand (1:2) aufholen. Das gelang vorzüglich: Mit 5:0 fegte die Borussia das damalig top-besetzte Team aus Portugal am 4. Dezember 1963 aus dem damaligen Heimstadion "Rote Erde" - in Dortmund redet man noch heute vom "Jahrhundertspiel". Akteure dieser Partie sollen vor dem Abpfiff in Dortmund für die richtige Europapokal-Stimmung sorgen, es werden sogar Champions-League-Trikots mit den Namen der damaligen Spieler um Hans Tilkowski, Franz Brungs und Dieter Kurrat verkauft.

Unglückliche Niederlage im Hinspiel

Doch noch immer wirkt das bittere 0:1 aus Lissabon nach - der BVB war über weite Strecken des Spiels die bessere, dominantere und offensivere Mannschaft, vergab allerdings reihenweise Hochkaräter. Pierre-Emerick Aubameyang verschoss zu allem Übel auch noch einen Elfmeter. Die Portugiesen nutzten ihrerseits die einzige Chance des Spiels zum Sieg.

UEFA Champions League | Benfica Lissabon vs Borussia Dortmund (Reuters/P. Nunes)

Die einzige Chance genutzt - Benfica gewinnt das Hinspiel

Auch Benficas Erfolgskurve zeigt steil nach oben: Sieben Pflichtspielsiege in Folge fuhr der portugiesische Rekordmeister ein und verteidigte zuletzt mit einem 1:0-Auswärtssieg über Aufsteiger CD Feirense seine Tabellenführung. Trainer Rui Vitória kündigte vollmundig an: "Jetzt werden wir um unser Leben spielen."

Dortmund muss nun mindestens zwei Tore erzielen, um eine Runde weiterzukommen. "Wir werden versuchen, so aufzutreten wie im Hinspiel", erklärte Guerrero. "Wir haben Benfica schon einmal in große Verlegenheit gebracht." Auch der verletzte Reus äußerte sich optimistisch: "Wir müssen im Vergleich zum Hinspiel nicht viel ändern, außer die Tore zu machen. Aber in den Spielen nach Lissabon haben wir ja angefangen, Tore zu schießen."

og/to (sid, dpa)

Die Redaktion empfiehlt