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Aktuell Welt

Auch Kanada fliegt nun Angriffe gegen IS

Man lasse sich von den Islamisten nicht einschüchtern, hatte Premier Harper nach den jüngsten Attentaten in Kanada erklärt. Jetzt gab er den Befehl zu den ersten Angriffen seiner Luftwaffe gegen den IS im Irak.

Auch Kanada nimmt jetzt an den Bombardements gegen Stellungen der Dschihadistenarmee "Islamischer Staat" (IS) im Irak teil. Verteidigungsminister Rob Nicholson bestätigte die Angriffe kanadischer F-18-Kampfjets in der Region Falludscha in der Provinz Anbar. Die lasergesteuerten Bomben hätten ihr Ziel erreicht, die Flugzeuge seien sicher zu ihrer Basis in Kuwait zurückgekehrt, heißt es in Ottawa.

Das kanadische Parlament hatte Anfang Oktober grünes Licht für den Militäreinsatz im Nahen Osten gegeben. Kanada unterstützt damit die von den USA geführte Allianz gegen die IS-Terrormilizen, ebenso wie Frankreich, Großbritanien und einige arabische Staaten. Nachdem zwei kanadische Soldaten bei Überfällen einheimischer Islamisten in Ottawa und nahe Montreal getötet worden waren, hatte der konservative Ministerpräsident Stephen Harper das Engagement seines Landes noch einmal bekräftigt.

Aus dem Westen des Irak sind neue Gräueltaten des sogenannten "Islamischen Staats" bekannt geworden. In einer Demonstration ihrer Willkürherrschaft hätten IS-Kämpfer 322 Mitglieder eines sunnitischen Stammes ermordet, berichtet die irakische Regierung. Sie seien wegen ihrer Loyalität zur Führung in Bagdad umgebracht worden. Bei den Opfern der Massenexekutionen in der Provinz Anbar handelte es sich nach Angaben einer Sicherheitsbeamtin um Mitglieder des Al-Bu Nimr-Stammes.

Die Regierungsarmee hatte nach Angaben der irakischen Nachrichtenseite Al-Sumaria am Wochenende einen Gegenschlag gegen die IS-Extremisten östlich von Ramadi begonnen. Sie seien dabei durch Luftangriffe der internationalen Koaliton unterstützt worden.

Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf Washingtoner Stellen über Vorbereitungen zu einer großen Frühjahrs-Offensive gegen den IS. Ziel sei es, die Besatzungsmacht der Dschihadisten im Norden und Westen des Irak zu brechen und zentrale Städte und Verkehrsverbindungen zurückzuerobern. Die irakischen Einheiten würden von hunderten Beratern trainiert.

SC/rb (afp, dpa, rtr, NYT)