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Aktuell Nahost

Wieder Massenhinrichtungen des IS im Irak

In Syrien haben die Kurden mit Hilfe irakischer Peschmerga-Kämpfer ihren Widerstand gegen die Terroristenmiliz IS verstärkt. Im Irak morden die islamistischen Extremisten weiter.

Die Kämpfer der sunnitischen Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben in der westirakischen Provinz Anbar mindestens 50 Angehörige eines regierungstreuen sunnitischen Stammes getötet. Bei einer Massenhinrichtung seien neben 40 Männern auch sechs Frauen und vier Kinder umgebracht worden, sagte ein Führer des Al-Bu Nimr-Stammes. Die Menschen hätten sich in aller Öffentlichkeit in einer Reihe aufstellen müssen und seien dann einer nach dem anderen erschossen worden. Die Hinrichtung fand demnach in dem Dorf Ras-al-Maa, nördlich der Stadt Ramadi, statt.

Anderen Meldungen zufolge wurden bei der Exekution sogar 67 Menschen getötet. Insgesamt, so die irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria News, habe die Miliz 200 Mitglieder des mit der irakischen Regierung verbündeten Stammes entführt. Die übrigen Mitglieder würden als Geiseln gehalten.

Sunniten gegen Sunniten

Nach Angaben von Beamten der Provinzregierung war dies nicht das erste Massaker an dem Stamm. Bereits am Freitag seien 50 und am Donnerstag 48 Mitglieder des Al-Bu-Nimr getötet worden, sagten sie der Nachrichtenagentur AP.

Im Irak kämpfen verschiedene sunnitische Stämme gegen die ebenfalls sunnitische Terrormiliz IS. Die westlich der Hauptstadt Bagdad gelegene Provinz Anbar gehört seit Beginn des Eroberungszuges der Dschihadisten zu den am härtesten umkämpften Gebieten des Irak. Nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen in Bagdad wurden allein im Oktober fast 1280 Iraker Opfer von Gewalt.

gmf/mak (dpa, ap)