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Aktuell Afrika

Auch Deutsche unter den Opfern des Anschlags in Tunesien

Neue - vermutlich islamistische - Gewalt in Tunesien: Das Ziel waren arglose Touristen in Sousse, einem der beliebtesten Strand-Resorts. Unter den Opfern sind auch Deutsche.

Verletzte werden vom Tatort weggetragen (Foto: picture-alliance/AP Photo/Tunisia TV1 via AP)

Terror in der Idylle: Verletzte werden vom Tatort weggetragen

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete den Angriff auf ein Touristenhotel im Badeort Sousse als "barbarischen Terrorakt". Sie sei "tief erschüttert", schrieb sie an den Präsidenten Tunesiens, Beji Caid Essebsi. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von einem "feigen Mordanschlag". Bei der Attacke seien auch Deutsche, Briten, Belgier und eine Irin getötet worden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das tunesische Innenministerium. Das Auswärtige Amt in Berlin richtete einen Krisenstab ein. Eine Hotline ist unter der Telefonnummer 030-5000-3000 geschaltet.

Auch der Reisekonzern TUI bemühte sich um Klärung: Auf vier Hotels verteilt hielten sich derzeit 260 Gäste aus Deutschland im Umkreis des Anschlagsortes auf, hieß es aus Frankfurt/Main. Augenzeugen berichteten von Panik unter den Urlaubern am Strand.

Die Zahl der Todesopfer stieg inzwischen auf mindestens 37. Laut französischsprachigen Medien gab es nahezu 100 Verletzte. Die meisten der mehr als 560 Gäste des Fünf-Sterne-Hotels Marhaba waren Briten.

Ein Bewaffneter habe das Feuer im dem Strandhotel eröffnet. Laut Augenzeugen war er mit Shorts bekleidet, um unter den Urlaubern nicht aufzufallen. Der Angreifer sei getötet worden. Es handele sich um einen "Terroranschlag", erklärte ein Ministeriumssprecher in Tunis - alles deutet auf einen islamistischen Hintergrund.

Anschlag auf Bardo-Nationalmuseum

Mitte März hatten zwei Bewaffnete in Tunis das berühmte Bardo-Nationalmuseum angegriffen und dabei 21 Touristen und einen Polizisten getötet. Obwohl die Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) sich zu dem Anschlag bekannte, machte die tunesische Regierung die mit dem rivalisierenden Al-Kaida-Netzwerk verbündete islamistische Brigade Okba Ibn Nafaa dafür verantwortlich.

jj/SC (afp, rtr, dpa)

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