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Aktuell Afrika

AU schickt Beobachter nach Burundi

Nach zehn Monaten blutigen Konflikts in Burundi greift die Afrikanische Union ein: Der vermittelnde südafrikanische Präsident Zuma verkündete die neue Initiative. Wird Staatschef Nkurunziza auch kooperieren?

Ausschnitt Jacob Zuma in Burundi

Verkündete Vermittlungsergebnis in Burundi: Delegationsleiter Zuma

100 Menschenrechtsbeobachter sowie 100 Militärbeobachter will die Afrikanische Union in dem krisengeschüttelten Burundi stationieren. Details über Zusammensetzung und Beginn der Mission blieben zunächst unklar. Zusätzlich werde Ugandas Präsident Yoweri Museveni einen "umfassenden Dialog" zwischen der Regierung, der Opposition und Vertretern der Zivilgesellschaft leiten, teilte die AU mit.

Der Chef der vermittelnden AU-Delegation, der südafrikanische Präsident Jacob Zuma, teilte vor seiner Abreise aus Bujumbara mit, Staatschef Pierre Nkurunziza habe seinen Widerstand dagegen aufgegeben. Vorausgegangen waren intensive Verhandlungen mit der Union und den Vereinten Nationen. Die Präsidenten Südafrikas, Gabuns, Mauretaniens, aus dem Senegal und Äthiopien hatten über zwei Tage mit der burundischen Führung und oppositionellen Gruppen um eine Lösung gerungen. Vorrangiges Ziel war, eine weitere Eskalation zu verhindern. Am Dienstag hatte Nkurunziza im Anschluss an ein Gespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erstmals seine Bereitschaft zum Dialog erklärt. Er versprach außerdem, mindestens 1200 politische Gefangene freizulassen.

Seit Nkurunziza im April vergangenen Jahres angekündigt hatte, sich entgegen der Verfassungsbestimmungen für eine dritte Amtszeit zu bewerben, ist das Land in eine tiefe Krise zurückgefallen. Seither wurden mehr als 400 Menschen getötet, die Mehrheit davon von Sicherheitskräften. Rund eine Viertelmillion Menschen sind in Nachbarländer geflohen. Experten sahen das ostafrikanische Land schon wieder am Rand eines Bürgerkriegs.

Ein Bürgerkrieg mit rund 300.000 Toten war erst 2005 zu Ende gegangen.

SC/wl (APE, rtre, dpa, afpe)

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