Atombehörde: Iran hält Abkommen ein | Aktuell Welt | DW | 24.02.2017
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Bericht der Nuklearexperten

Atombehörde: Iran hält Abkommen ein

Der Iran erfüllt nach Auffassung der Internationalen Atomenergiebehörde das Nuklearabkommen. Der Vertrag soll verhindern, dass die Islamische Republik in den Besitz von Atomwaffen gelangt.

Iranische Nuklearanlage (Archivfoto/(BEHROUZ MEHRI/AFP/Getty Images)

Iranische Nuklearanlage (Archivfoto)

Die Islamische Republik erfülle alle Verpflichtungen, die ihr in dem Abkommen auferlegt seien, heißt es in einem Bericht der Atombehörde IAEA, aus dem mehrere Nachrichtenagenturen zitieren.

So besitze der Iran mit 101,7 Kilogramm momentan nur ein Drittel des zulässigen Vorrats an niedrig angereichertem Uran. 300 Kilo des Materials wären erlaubt. Hoch angereichertes Uran kann zum Bau von Atombomben verwendet werden. Außerdem habe Teheran vertragsgemäß den Bau seines Forschungsreaktors nicht weiter vorangetrieben, heißt es in dem IAEA-Report.

Der Iran hatte nach langen, zähen Verhandlungen im Juli 2015 mit den fünf UN-Vetomächten USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China sowie Deutschland ein Abkommen geschlossen, das verhindern soll, dass das Land in den Besitz von Atomwaffen gelangt.

Kontrollrechte der IAEA

Die iranische Regierung verpflichtete sich darin unter anderem, ihre Urananreicherung deutlich zurückzufahren und scharfe Kontrollen durch die IAEA zuzulassen. Der Westen hob im Gegenzug einen Teil seiner Finanz- und Handelssanktionen gegen das Land auf. Der damalige US-Präsident Barack Obama zählt das Abkommen zu seinen außenpolitischen Erfolgen.

Der neue US-Präsident Donald Trump gehört zu den schärfsten Gegnern der Vereinbarung. Er kritisierte es als "schlechtesten Deal, der jemals ausgehandelt wurde" und hat damit gedroht, das Abkommen aufzukündigen. Das Verhältnis zwischen Washington und Teheran ist nach dem zeitweiligen US-Einreiseverbot auch für iranische Staatsbürger besonders angespannt.

wl/uh (dpa, afp)