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Aktuell Nahost

Assad-Truppen nehmen Rebellenviertel in Homs ein

Die syrischen Rebellen sprechen von einem "taktischen Rückzug". Tatsache ist: Nach einer zweitägigen Offensive haben die Regierungstruppen die Kontrolle über die Hochburg der Aufständischen in Homs übernommen.

In this Wednesday, Feb. 22, 2012 citizen journalism image provided by the Local Coordination Committees in Syria and accessed on Thursday, Feb. 23, 2012, flames rise from a house from Syrian government shelling, at Baba Amr neighborhood in Homs province, Syria. A French photojournalist and a prominent American war correspondent working for a British newspaper were killed Wednesday as Syrian forces intensely shelled the opposition stronghold of Homs. (Foto:Local Coordination Committees in Syria/AP/dapd) THE ASSOCIATED PRESS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS HANDOUT PHOTO

Kämpfe in Homs Syrien

Die letzten "Widerstandsnester" seien gefallen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus staatlichen Sicherheitskreisen in Damaskus. Nach langer Belagerung und 48stündigem Sturmlauf der Truppen von Staatschef Baschar al-Assad beschlossen die Regimegegner in ihrer Hochburg Homs das Viertel Baba Amro aufzugeben, "wegen fehlender Waffen und Munition", und "aus Sorge um die Zivililisten", wie es hieß.

Der militärische Druck unter Artillerie- und Panzerbeschuss war am Ende zu stark geworden. Die Opposition rief die Weltgemeinschaft nun zum Einschreiten auf, um "Racheakte" oder ein "Massaker" zu verhindern. Soldaten nähmen inzwischen Hausdurchsuchungen vor, zudem gebe es Festnahmen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London. In Damaskus hieß es dagegen, die Soldaten verteilten in Baba Amro Lebensmittel und brächten Verletzte in Sicherheit.

Das Internationale Rote Kreuz will am Freitag nach Baba Amro kommen. Das IKRK berichtete, man habe Zugang nach Homs erhalten. Es dürften Erste-Hilfe-Pakete verteilt werden. Eventuell könne eine tägliche zweistündige Waffenpause ausgehandelt werden.

Waffen aus dem Ausland gesucht

Members of the Free Syrian Army hold their rifles as they stand in al-Bayada,Homs, February 29, 2012. Syrian troops launched a ground attack in Homs on Wednesday in an apparent attempt to overrun the rebel-held Baba Amro neighborhood that has endured 25 days of siege and fierce bombardment, opposition sources said. REUTERS/Stringer (SYRIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST) Die Freie Syrische Armee (arabisch ‏الجيش السوري الحر‎ al-Dschaisch as-Suri al-Hurr, französisch Armée syrienne libre, Kürzel ASL) ist die größte bewaffnete Oppositionsgruppe in Syrien.[2] Sie ist mit dem Syrischen Nationalrat verbunden.[

Widerstand in Syrien geht über in Bürgerkrieg

Für den weiteren Kampf gegen die Führung unter Assad will die Opposition Waffenlieferungen aus dem Ausland organisieren. Der Syrische Nationalrat (SNC) kündigte in Paris an, die Ausrüstung der Aufständischen über ein vermutlich in der Türkei angesiedeltes "Militärisches Büro" zu koordinieren. Der Gründung eines solchen Militärrats hätten alle bewaffneten Kräfte zugestimmt.

Der UN-Menschenrechtsrat in Genf verurteilte in einer Resolution die "anhaltende, umfassende und systematische Verletzungen der Menschen- und Freiheitsrechte" durch den syrischen Staat. Das Gremium forderte Damaskus auf, Hilfskräften einen ungehinderten Zugang zu gewähren. Russland, China und Kuba stimmten gegen die Entschließung. Um sich für ein Ende der Gewalt auszusprechen, will der neue Sonderbeauftragte der UN und der Arabischen Liga, Kofi Annan, so schnell wie möglich nach Damaskus reisen.

SC/gmf (afp,dpa,dapd,rtre)

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