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Asien

Asiatische Staaten richten Rettungsfonds ein

Die Finanzminister von 13 asiatischen Staaten haben am Sonntag vereinbart, einen Liquiditätsfonds für die Länder einzurichten, die durch die weltweite Finanzkrise in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen sind.

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Die Wirtschaftskrise lässt Asiens Staaten enger zusammenrücken.

Chinesisch-japanisch-südkoreanischer Sondergipfel in Fukuoka, Japan Querformat

China, Japan und Südkorea suchten bereist Ende 2008 gemeinsam nach Auswegen

Die Regierungen schwächelnder Staaten sollten auf einen Topf im Umfang von insgesamt 120 Milliarden Dollar zurückgreifen können. Das beschlossen die Minister der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN sowie Vertreter aus Japan, China und Südkorea am Sonntag auf der thailändischen Ferieninsel Phuket. Die genauen Einzelheiten des Finanzpakets stehen noch nicht fest. Die zehn ASEAN-Länder Birma, Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam sollen zusammen 20 Prozent in den Fonds zahlen. Die übrigen 80 Prozent kommen von den drei größten Volkswirtschaften Asiens, China, Japan und Südkorea. Allerdings sagte Chinas Finanzminister Xie Xuren, die genauen Anteile von China, Südkorea und Japan müssten noch ausgehandelt werden.

Frühwarnsystem beschlossen

Südkorea Finanzkrise Börse in Seul

Die asiatischen Staaten wollen schneller reagieren können

Mit dem Liquiditätsfonds soll unter anderem erreicht werden, dass die asiatischen Zentralbanken genügend Geld haben, um ihre Landeswährungen vor Spekulationen zu schützen. Gerade die asiatischen Währungen waren infolge der Bankenkrise in den vergangenen Monaten unter Druck geraten. Außerdem einigten sich die Minister auch darauf, die Finanzsysteme in der Region künftig besser zu überwachen, um Krisen frühzeitiger erkennen zu können.

Gleichzeitig appellierten sie an die westlichen Länder, angesichts der Konjunkturkrise keine neuen Handelsschranken aufzubauen. Für die Asiatische Entwicklungsbank ADB forderten die Minister eine sofortige und umfangreiche Kapitalspritze, damit sie Ländern in Schwierigkeiten mit Überbrückungsgeldern helfen kann.

Millionen Jobs in Gefahr

Wanderarbeiter in Peking

Besonders betroffen: chinesische Wanderarbeiter

Für die weitere Beratung wurde ein Treffen in Bali im Laufe des Jahres vereinbart. Auch beim ASEAN-Gipfel am Freitag im thailändischen Hua Hin soll das Thema zur Sprache kommen. Einen Zeitplan für die Nutzung des Krisenpakets gibt es noch nicht. Die meisten südostasiatischen Staaten sind wirtschaftlich vom Export abhängig und haben angesichts des weltweiten Rückgangs von Produktions- und Handelsumsätzen erhebliche wirtschaftliche Einbrüche verzeichnet. Mit dem Aufbau des Liquiditätsfonds wollen die asiatischen Staaten verhindern, dass durch die Weltfinanzkrise in ihrem Raum Millionen Jobs verloren gehen.

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