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Aktuell Welt

"Argo" wird "Bester Film des Jahres"

Der Oscar-Gewinner "Argo" ist von und mit Ben Affleck. In dem Film geht es um eine spektakuläre Befreiungsaktion für US-Diplomaten nach der Besetzung der US-Botschaft im Iran nach dem Sturz des Schahs 1979.

Bei der Oscar-Gala in Los Angeles dankte der US-Regisseur Ben Affleck (Artikelbild) überschwenglich allen, die mit dem Film zu tun hatten. "Argo" setzte sich gegen das Historiendrama "Lincoln" von Steven Spielberg und die deutsche Koproduktion "Amour" (Liebe) des österreichischen Regisseurs Michael Haneke durch.

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Oscars für Waltz und Haneke

Ang Lee gewann mit seiner bildgewaltigen Literaturverfilmung "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" den Oscar für die beste Regie, der zweite Regie-Oscar für den 58-Jährigen aus Taiwan. Seine Geschichte über eine ungewöhnliche Schiffskatastrophe holte zudem die Trophäen für die Filmmusik, die Kameraführung sowie die Spezialeffekte - der Film räumte damit die meisten Gold-Statuen dieses Jahres ab.

Favorit Daniel Day-Lewis wird "Bester Schauspieler"

Erstmals gewinnt ein Schauspieler zum dritten Mal den Oscar für die beste Hauptrolle: Daniel Day-Lewis überzeugte die Jury mit seiner Darstellung des legendären US-Präsidenten Abraham Lincoln. Day-Lewis, der als Favorit für den Preis galt, setzte sich in Los Angeles gegen Bradl­­ey Cooper ("Silver Linings Playbook"), Hugh Jackman ("Les Misérables"), Joaquin Phoenix ("The Master") und Denzel Washington ("Flight") durch. Der britisch-irische Schauspieler war bereits 1989 für seine Rolle in "Mein linker Fuß" und 2008 für "There Will Be Blood" als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet worden.

Daniel Day-Lewis im Porträt mit Oscar (Foto: Kevin Winter/Getty Images)

Daniel Day-Lewis erhielt die Trophäe für seine Darstellung des legendären US-Präsidenten Abraham Lincoln

Der Oscar für die beste weibliche Hauptrolle ging an die US-Schauspielerin Jennifer Lawrence für ihre Darstellung einer nymphomanen Witwe in "Silver Linings Playbook". Neben Lawrence waren in dieser Sparte Emmanuelle Riva ("Amour"), Jessica Chastain ("Zero Dark Thirty"), Naomi Watts ("The Impossible") und die erst neunjährige Quvenzhane Wallis ("Beasts of the Southern Wild") nominiert.

Zwei Oscars für österreichische Filmtalente

Der deutsch-österreichische Schauspieler Christoph Waltz gewinnt den Goldjungen für die beste Nebenrolle - in "Django Unchained". In dem Neowestern von Regisseur Quentin Tarantino spielt er einen Kopfgeldjäger. Als beste weibliche Nebendarstellerin gewinnt die US-Schauspielerin Anne Hathaway den Oscar für ihre Leistung in dem Musical "Les Misérables".

Christoph Waltz im Porträt (Foto: Kevin Winter/Getty Images)

Christoph Waltz gewinnt den Goldjungen für die beste Nebenrolle in "Django Unchained".

Ein zweiter Oscar geht nach Österreich: Michael Haneke gewinnt mit seinem Film "Liebe" ("Amour") den Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film. Es ist der erste Oscar für den 70-jährigen, in München geborenen Regisseur. Das Drama erzählt von den letzten gemeinsamen Wochen eines älteren Ehepaares. Die französischen Schauspieler Jean-Louis Trintignant und Emmanuelle Riva spielen die Hauptrollen.

Michelle Obama auf Leinwand in Los Angeles zugeschaltet (Photo: Getty Images)

Michelle Obama war aus Washington zugeschaltet

Für eine große Überraschung sorgte Michelle Obama: Sie schaltete sich per Video direkt aus dem Weißen Haus in das Dolby Theatre in Los Angeles. Auf einem Riesenbildschirm und in einem silbernen, funkelnden Kleid präsentierte die Gattin von US-Präsident Barack Obama den Sieger in der Kategorie "Bester Film" und gratulierte allen Oscargewinnern.

nem/as (dpa, afp)

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