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Sport

Argentinien holt Pflichtsieg

Der zweimalige Weltmeister aus Südamerika gewinnt gegen den WM-Debütanten aus Bosnien-Herzegowina wenig souverän. Es war ein Arbeitssieg nach dem Motto - nicht schön, aber erfolgreich.

Lionel Messi und Titelfavorit Argentinien sind noch lange nicht in weltmeisterlicher Form. Der zweimalige Champion gewann zwar sein erstes Gruppenspiel gegen den mutigen WM-Debütanten Bosien-Herzegowina mit 2:1 (0:0), überzeugen aber konnten die Südamerikaner nicht. Messi leitete zunächst das frühe Eigentor des Schalkers Sead Kolasinac (3. Minute) ein und vollendete einen Traumlauf (65.) zum 2:0. Der eingewechselte Stuttgarter Vedad Ibisevic machte es danach noch einmal kurz spannend (84.).

Im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro ging das erste Spiel der Vorrunden-Gruppe F vor rund 75.000 Zuschauern bei angenehmen Fußball-Temperaturen von knapp über 20 Grad über die Bühne und es begann furios. Bereits in der dritten Minute brachte die erste Standardsituation das 1:0 für den großen Favoriten. Messi zirkelte einen Freistoß aus rund 30 Metern von halb links in den Fünf-Meter-Raum. Dort prallte der Ball unglücklich von Kolasinacs linkem Knie ab und sprang ins Tor. Der bosnische Keeper Asmir Begovic war machtlos. Das bisher früheste Tor der WM in Brasilien war perfekt.

Der Bosnier Senad Lulic (l.) im Kampf um den Ball mit Hugo Campagnaro (2.v.l.) und Pablo Zabaleta (Foto: Jamie Squire/Getty Images)

Lulic (l.) wirbelt gegen Campagnaro (2.v.l.) und Zabaleta

Wer aber dachte Bosnien-Herzegowina hätte nicht die Mittel sich aufzubäumen, der sah sich getäuscht. Der Außenseiter spielte engagiert und suchte den Weg nach vorne. Dabei wirkte die argentinische Abwehr bei weitem nicht unbezwingbar. Izet Hajrovic (13.), Zvjezdan Misimovic (26.) und Edin Dzeko (34.) hatten ihre Möglichkeiten, doch wirklich in Gefahr brachten sie Sergio Romero im Tor der Argentinier nicht. Die beste Chance hatte Mensur Mujdza in der 41. Minute per Kopf, doch Romero parierte glänzend. In die Pause gingen beide Teams mit gesenkten Köpfen: Die hoch gehandelten Argentinier weil sie enttäuschten, die Bosnier weil sie zurücklagen.

Argentinien macht nur das Nötigste

Nach dem Seitenwechsel musste eine Steigerung her, auf beiden Seiten, doch engagierter kam der WM-Debütant aus der Kabine. Vor allem mit Weitschüssen versuchten die Bosnier zum Ausgleich zu kommen. Hajrovic scheiterte in der 50. Minute mit einem Freistoß aus rund 30 Metern an Keeper Romero und wenig später donnerte er einen Ball in die Wolken. Der Auftritt der Argentinier verlief bis dahin weiter enttäuschend.

Lionel Messi feiert sein Tor (Foto: REUTERS/Michael Dalder)

Lionel Messi ist im entscheidenden Moment da

Doch dann kam die 65. Minute: Sekunden zuvor beförderte Messi einen Freistoß weit über den Kasten und plötzlich war er im entscheidenden Moment da. Auf Zuspiel des eingewechselten Gonzalo Higuain donnerte er den Ball aus 16 Metern aus zentraler Position in die Maschen von Keeper Begovic. Und jetzt war auch das Publikum wieder da, die argentinischen Fans feierten, als hätten Messi und Co. eine Weltklasseleistung abgeliefert. Die Bosnier ließen sich davon nicht beeindrucken. In der 84. Minute bediente Senad Lulic den Stuttgarter Ibisevic links im Strafraum, der enteilte seinem Gegenspieler und tunnelte aus spitzem Winkel Torhüter Romero. Mehr war aber für Bosnien nicht drin. Tatsächlich blieben die Südamerikaner weit hinter ihren spielerischen Möglichkeiten zurück und müssen sich im Turnier noch mächtig steigern, um auch gegen stärkere Gegner zu bestehen.

Zuvor gab es zwei Duelle in Gruppe E: Zunächst bezwang die

Schweiz

das Team aus Ecuador durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 2:1 (0:1), anschließend feierte

Frankreich

einen verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg über Honduras.

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