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Aktuell Nahost

Arabische Liga stärkt Saudi-Arabien den Rücken

In einer gemeinsamen Stellungnahme haben die arabischen Außenminister die Erstürmung der saudischen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran verurteilt. Nur einer weigerte sich, die Erklärung zu unterschreiben.

Im Konflikt mit dem Iran haben die Außenminister der Arabischen Liga erwartungsgemäß die Position Saudi-Aarabiens unterstützt. Man stehe hinter dem Königreich und wende sich gegen die Politik des Iran. Diese rufe religiöse Spannungen hervor und unterstütze Terrorgruppen, heißt es in einer Mitteilung zum Abschluss einer Dringlichkeitssitzung in Kairo. Der saudische Außenminister Adel al-Dschubair sagte: "Diese Angriffe (...) reflektieren deutlich den Ansatz der iranischen Politik in der arabischen Welt".

Video ansehen 02:08

Hinrichtungen in Saudi-Arabien (02.01.2016)

Hisbollah mit Terror in Verbindung

Der Libanon unterschrieb die Stellungnahme nicht. Denn die in der Regierung in Beirut vertretene Schiitenmiliz Hisbollah wird darin mit Terrorakten in Verbindung gebracht. Ähnlich hatten sich am Samstag Vertreter des Golfkooperationsrates (GCC) positioniert.

Unter den arabischen Ländern ist Saudi-Arabien die größte Volkswirtschaft und mit Abstand die einflussreichste Regionalmacht. Das Land dominiert die Arabische Liga und den GCC.

Diplomatische Eiszeit zwischen Riad und Teheran

Vor gut einer Woche war im sunnitischen Saudi-Arabien der prominente schiitische Geistliche Nimr al-Nimr zusammen mit 46 anderen Menschen hingerichtet worden. Eine aufgebrachte Menge stürmte anschließend aus Protest die saudische Botschaft in Teheran. Saudi-Arabien und andere arabische Staaten brachen daraufhin ihre diplomatischen Beziehungen zum Iran ab oder fuhren sie zurück.

uh/pg (dpa, afp, rtr)

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