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Aktuell Nahost

Anschlagsserie vor den Regionalwahlen im Irak

In mehreren irakischen Städten kommt es wenige Tage vor den Regionalwahlen zu einer Bombenserie. Fast 40 Menschen werden getötet, mehr als 270 verletzt.

Mindestens 17 Bomben, die meisten davon Autobomben, sind in rund sieben irakischen Städten hochgegangen, wie Sicherheitsbeamte berichteten. Die meisten Todesopfer gab es demnach in der Hauptstadt Bagdad. Auch in Fallujah, 50 Kilometer westlich von Bagdad, in Kirkuk im Norden des Landes sowie in mehreren Städten südlich der Hauptstadt explodierten Bomben.

Zwei Autobomben explodierten vor dem internationalen Flughafen von Bagdad, kurz darauf schlug am gleichen Ort eine Mörsergranate ein. Bei dem Anschlag, der sich an einer Straßensperre ereignete, wurden nach Berichten lokaler Medien drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt. In der nördlichen Provinz Salaheddin sprengte sich ein Selbstmordattentäter an einer Straßensperre der Polizei in die Luft und riss drei Menschen mit in den Tod. In Kirkuk explodierten Autobomben vor einer schiitischen Moschee und dem Katasteramt.

Extremisten auf dem Vormarsch

Offiziell bekannte sich bisher niemand zu den Anschlägen. Allerdings gewinnen zehn Jahre nach der Invasion der USA und dem Sturz des langjährigen Machthabers Saddam Hussein die Islamisten immer mehr an Stärke. Extremistische sunnitische Organisationen wie die Al-Kaida-Gruppe "Islamischer Staat des Irak" haben zum Terror gegen Schiiten ausgerufen mit dem Ziel, das Land zu destabilisieren. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Todesopfer zum ersten Mal seit drei Jahren wieder an.

Am Samstag werden in zwölf der insgesamt 18 irakischen Provinzen neue Volksvertretungen gewählt. Die Abstimmung gilt vor den Parlamentswahlen im Jahr 2014 als Test, ob sich die schiitisch dominierte Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki gegen Rivalen aus beiden Religionsgruppen durchsetzen kann.

nem/sc/wl (APE, afp, rtre)

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