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Terrorgefahr

Anschlag in Paris vereitelt?

Frankreich bleibt wachsam: Im Raum Montpellier wurden vier Terrorverdächtige festgenommen, darunter eine 16-Jährige. Die Ermittler fanden auch brisanten Sprengstoff.

Frankreich Vier Festnahmen in Montpellier (picture-alliance/dpa/J. M. Mart)

Regelrechtes Laboratorium für Sprengstoff in Montpellier ausgehoben

Erst vor einer Woche hatte ein Überfall mit einer Machete am Pariser Louvre für Aufsehen gesorgt. Nun berichtete der französische Innenminister Bruno Le Roux von einem "unmittelbar bevorstehenden" islamistisch motivierten Anschlag, den man glücklicherweise verhindert habe. Vier Verdächtige seien in Montpellier im Süden und zwei umliegenden Ortschaften von Anti-Terror-Einheiten festgenommen worden, unter ihnen ein 16 Jahre altes Mädchen.

Bei Durchsuchungen wurde am Freitag nach Justizangaben der oft von Dschihadisten verwendete Sprengstoff TATP gefunden. Auch in Polizeikreisen war von einem "verhinderten Anschlagsprojekt" die Rede, es könnte demnach um ein Ziel in Paris gegangen sein.  

Laut Informationen des Radio- und TV-Senders France Info stellten Ermittler etwa 70 Gramm des Sprengstoffs TATP sowie TATP-Bestandteile und Schutzhandschuhe sicher. TATP war auch bei den Pariser Terroranschlägen verwendet worden, die im November vorvergangenen Jahres 130 Menschen in den Tod gerissen hatten. Auch 2016 in Brüssel soll diese Variante zum Einsatz gekommen sein. 

Frankreich Vier Festnahmen in Montpellier (Getty Images/AFP/T. Silvain)

Spezialkräfte stürmten Wohnung in Montpellier

Bereits im Visier der Behörden

Zwei der jetzt gefassten Männer seien wegen ihrer Radikalisierung bereits bekannt gewesen, verlautete aus informierten Kreisen. Die Jugendliche soll geplant haben, nach Syrien zu reisen. Auf einem Video habe sie sich zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannt, wurde unter Berufung auf Polizeiquellen gemeldet. Einer ihrer "Mentoren" sei dem französischen Inlandsgeheimdienst DGSI bekannt. 

In Frankreich wurden seit Anfang 2015 eine Reihe islamistischer Anschläge mit mehr als 230 Toten verübt. Seit den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 herrscht in dem Land der Ausnahmezustand, das Anschlagsrisiko gilt als unvermindert hoch.

Am vergangenen Freitag hatte ein Ägypter nahe des Pariser Louvre-Museums patrouillierende Soldaten mit zwei Macheten attackiert. Er schrie dabei "Allahu Akbar" (Gott ist groß) und verletzte einen Soldaten leicht, bevor ein anderer ihn mit Schüssen außer Gefecht setzte. Der Angreifer sprach von Rache für die Luftschläge in Syrien, leugnete aber Verbindungen zum IS.

SC/HF (afpe, APE, rtre)  

 

 

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