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Europa

Anschlag in Ankara: Kurdische Separatisten unter Verdacht

Bei dem Bombenanschlag im Zentrum der türkischen Hauptstadt Ankara sind am Dienstagabend mindestens sechs Menschen getötet worden. Die Polizei vermutet die kurdische Untergrundorganisation PKK hinter der Tat.

Die verwüstete Bushaltestelle in Ankara, Quelle: AP

Die Bombe war wahrscheinlich in einem Koffern an dieser Bushaltestelle deponiert

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war die Bombe am Dienstag (22.5.07) an einer Bushaltestelle vor einem Bürogebäude versteckt. Augenzeugen berichteten, sie hätten unmittelbar vor der Explosion ein verdächtiges Paket an der Haltestelle gesehen. Sechs Menschen wurden getötet, 80 Menschen sind verletzt. Durch die Explosion wurden zahlreiche Häuser beschädigt. Unter den Toten soll auch ein Angehöriger einer pakistanischen Militärdelegation sein, die in der Nähe eine Waffenausstellung besucht hatte.

Plastiksprengstoff gefunden

Am Anschlagsort wurden laut türkischen Medienberichten Spuren des Plastiksprengstoffs A-4 entdeckt, wie er in den vergangenen zwei Monaten bei mehreren Razzien auch bei PKK-Aktivisten sichergestellt worden sei. In den vergangenen zwei Jahren verübte die PKK-Splittergruppe "Kurdische Freiheitsfalken" eine Reihe von Bombenanschlägen in der Türkei, meist in Urlaubsgebieten. Zunächst bekannte sich aber niemand zu der Tat.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sprach von einem "hässlichen und brutalen Terroranschlag" und forderte verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Der Militärchef der Türkei, Yasar Buyukanit, sagte, es handele sich um die Tat einer organisierten Terror-Gruppe. Der Vorfall könne sich nun in jeder großen Stadt wiederholen, sagte der Militärchef. (kas)

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