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Terror in Afghanistan

Anschlag auf Moschee in Herat

Ein mutmaßlicher Gotteskrieger sprengt sich vor einem Gotteshaus in die Luft. Dabei sterben in Westafghanistan mindestens 29 Menschen. Der Anschlag galt einer schiitischen Moschee.

Afghanistan Anschlag auf Moschee in Herat (Getty Images/AFP/H. Hashimi)

Sicherheitskräfte am Ort des Anschlags

In den vergangenen Monaten haben Kämpfer der sunnitischen Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) schiitische Moscheen ebenso angegriffen wie auch Versammlungen der schiitischen ethnischen Minderheit der Hasara. Bislang konzentrierten sich die Attacken jedoch auf die Hauptstadt Kabul. Herat ist die größte Stadt im Westen Afghanistans und liegt nicht weit von der Grenze zum Iran entfernt.

Der IS hatte auch einen ähnlichen Anschlag in Kabul im Juni für sich beansprucht. Damals hatten Polizisten die Attentäter abgefangen und in der Moscheeküche erschossen. Dennoch starben sechs Menschen. Erst am Montag hatten IS-Kämpfer in Kabul die irakische Botschaft angegriffen. Der IS muss im Irak schwere Verluste hinnehmen.

Afghanistan Anschlag auf Moschee in Herat (Getty Images/AFP/H. Hashimi)

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes Ende 2014 erheblich verschlechtert

Rasant verschlechterte Sicherheitslage

Sprecher des Gouverneurspalastes und der Polizei befürchten, dass die Zahl der Opfer in Herat noch steigen könnte. Immer mehr schwer Verletzte würden in den Krankenhäusern der Stadt eintreffen.

Die Sicherheitslage in Afghanistan verschlechtert sich seit dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes Ende 2014 rasant. In Kabul allein gab es seit Januar elf große Anschläge, in denen mehr als 1000 Menschen getötet oder verletzt wurden.

rb/uh (afp, ap, dpa, rtr)

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