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Aktuell Asien

AirAsia-Bergung erfolglos beendet

Wochenlang haben insbesondere die Angehörigen der noch vermissten Absturzopfer darauf gehofft, dass das Flugzeugwrack gehoben wird. Jetzt hat das indonesische Militär die Bergungsaktion abgebrochen.

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Rumpf der am 28. Dezember abgestürzten AirAsia-Maschine aus der Javasee zu bergen, haben die indonesischen Streitkräfte die Bergungsaktion beendet. "Alle unsere Truppen werden abgezogen", sagte der Einsatzleiter, Konteradmiral Widodo. "Wir bitten die Familien der Opfer um Entschuldigung." Indonesische Taucher hatten zuletzt am Sonntag versucht, das Wrack des Airbus aus dem Meer zu heben.

Dabei war der Flugzeugrumpf zwar nach Angaben eines ranghohen Vertreters der Marine mit Hilfe luftgefüllter Kissen kurzzeitig an die Meeresoberfläche bugsiert worden, wegen eines plötzlich auftretenden Unwetters sei dann aber ein Seil der Halterung gerissen. Das Flugzeugwrack sei daraufhin wieder gesunken.

Flugschreiber werden weiter ausgewertet

Die Flugschreiber der Maschine wurden vor gut zwei Wochen geborgen und werden von Experten ausgewertet. Der für diesen Mittwoch erwartete vorläufige Bericht zum Absturz der AirAsia-Maschine wird nach neuen Angaben keine Daten der Flugschreiber enthalten. Deren Auswertung sei noch nicht abgeschlossen, betonten die Behörden in Jakarta. "Es wäre falsch, Schlussfolgerungen auf der Grundlage unzureichender Beweise zu ziehen."

Einen Terroranschlag haben die Ermittler bereits ausgeschlossen. Der indonesische Verkehrsminister hatte unter Berufung auf bisherige Erkenntnisse erklärt, die Maschine sei vor dem Unglück in einem gefährlich rasanten Steigflug gewesen.

Der AirAsia-Airbus mit der Flugnummer QZ8501 war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur aus bisher ungeklärten Gründen in die Javasee gestürzt. An Bord des Billigfliegers waren 162 Menschen, die alle ums Leben kamen. Bislang wurden 70 Leichen geborgen.

qu/uh (afp,dpa,rtre)