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Die AfD in Russland

AfD-Chefin Petry trifft Putin-Vertrauten in Moskau

Er ist mit EU-Sanktionen belegt, doch das war für die AfD-Vorsitzende kein Hinderungsgrund: Petry kam in Moskau mit dem Duma-Vorsitzenden Wolodin zusammen. Und auch Rechtspopulist Schirinowski war mit von der Partie.

"Eine Delegation der AfD hat auf Einladung der Bezirksregierung Moskau Gespräche zur Kooperation mit den Landtagen der Bundesländer geführt", teilte die Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei, Frauke Petry, mit. Während dieses Aufenthaltes habe es auch Gespräche mit dem Duma-Vorsitzenden Wjatscheslaw Wolodin, seinem Stellvertreter Pjotr Tolstoj und weiteren Duma-Abgeordneten gegeben. Nach Angaben der Staatsduma nahm an den Gesprächen auch der Rechtspopulist und Vorsitzende der Liberal-Demokratischen Partei Russlands, Wladimir Schirinowski, teil. Über die Gesprächsthemen wurde nichts bekannt.  

Der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin (Foto: picture-alliance/dpa/V. Sharifulin)

Der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin

Wolodin gilt als langjähriger Vertrauter des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Wolodin übernahm den Posten als Duma-Präsident, nachdem er im vergangenen September der Regierungspartei Einiges Russland zu einem hohen Sieg bei der Parlamentswahl verholfen hatte. Wolodin beteiligte sich maßgeblich an Putins Wahlkampf für die dritte Amtszeit als Präsident und gilt als Drahtzieher der anti-westlichen Wendung in Moskaus Politik der vergangenen Jahre. Er wurde 2014 noch als stellvertretender Leiter des russischen Präsidialamtes von EU-Strafmaßnahmen wie Konten- und Visasperren belegt, die von der Europäischen Union im Zuge der Ukraine-Krise verhängt wurden.

Der russische Rechtspopulist Wladimir Schirinowski (Foto: picture alliance/dpa/S. Ilnitsky)

Rechtspopulist Wladimir Schirinowski

Petry wurde nach Angaben aus Parteikreisen von AfD-Bundesvorstandsmitglied Julian Flak begleitet. Ihr Stellvertreter Alexander Gauland zeigte sich überrascht von dem Besuch in Russland. Er sagte: "Ich höre davon heute zum ersten Mal." In der AfD hatte es zuletzt Diskussionen darüber gegeben, ob Treffen von Mitgliedern des Bundesvorstandes mit ausländischen Politikern vorab parteiintern angekündigt werden müssen oder nicht.

sti/stu (afp, dpa)

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