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Aktuell Asien

42 Tote bei Erdrutsch in China

In der südwestlichen Provinz Yunnan geriet ein Berghang auf mehreren hundert Metern ins Rutschen. Selbst Rettungstrupps geraten noch in Gefahr.

Die Rettungsmannschaften suchen in den Erdmassen noch verzweifelt nach möglichen weiteren Verschütteten, doch werden nur noch wenige vermisst. Ohnehin hätten die Opfer kaum Überlebenschancen, berichteten Provinzmedien. "Obwohl die Retter ihr Bestes gegeben haben, hat es kein Wunder gegeben."

Das Unglück passierte im Dorf Gaopo im Kreis Zhenxiong. Insgesamt galten 46 Menschen als vermisst. Bis zum Abend waren 42 Leichen geborgen. Unter den Toten seien 19 Kinder, berichtete das Staatsfernsehen. Der Hang des Berges hatte sich auf mehreren hundert Metern gelöst und war ins Tal gerutscht. Die Erdmassen verschütteten 14 Häuser und beschädigten zwei weitere. "Die Rettung ist sehr problematisch und gefährlich", schrieb ein Journalist auf der Medienwebseite der Provinz. "Die Erdmassen bewegen sich weiter." Die Retter seien selbst in Gefahr. Wodurch der Erdrutsch ausgelöst wurde, ist noch nicht ermittelt.

Mehrere Bagger graben auf dem abgerutschten Berghang, um Opfer zu bergen (Foto: AFP/Getty Images)

Trotz des Einsatzes von Baggern: Die Bergungskräfte können keine Überlebenden mehr finden

Ungewöhnliche Kälte erschwert Bergungsarbeiten

Erst im September war die Region rund 500 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Kunming von einer Serie von Erdbeben heimgesucht worden, die ein Stärke bis zu 5,7 erreichten. Damals waren im Nachbarkreis Yiliang mindestens 81 Menschen ums Leben gekommen. In Yiliang selbst waren erst im Oktober 19 Menschen ebenfalls bei einem Erdrutsch getötet worden, darunter 18 Grundschüler.

Die Temperaturen in der Gegend bewegen sich derzeit um null Grad, was für Südwestchina ungewöhnlich ist. Am Vortag hatte es sogar geschneit. Das eisige Wetter erschwerte die Bergungsarbeiten. Provinzbehörden stellten Zelte, Decken, Nahrung und Trinkwasser zur Verfügung. Zahlreiche Häuser in dem Gebiet wurden evakuiert, weil weitere Erdrutsche befürchtet werden. Wie viele Menschen obdachlos sind, ist noch unklar.

sti/ml (afp, dpa)