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Aktuell Asien

13 Tote bei Anschlag auf Gericht in Pakistan

Als Vergeltung für die Hinrichtung eines Islamisten hat sich ein Taliban-Kämpfer in der Stadt Shabqadar in die Luft gesprengt. Unter den Toten sind auch mehrere Kinder.

Shabqadar liegt in der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Rund 30 Menschen erlitten laut Pakistans Polizei Verletzungen. Der Attentäter habe sich in dem Gerichtskomplex zu dem Zeitpunkt in die Luft gesprengt, als Anwälte und Prozessparteien dort gerade eingetroffen seien.

Der pakistanische Taliban-Arm Jamat-ul-Ahrar bekannte sich zu der Tat und erklärte, es handele sich um einen Racheakt für die Hinrichtung des bekannten Islamisten Mumtaz Qadri, der am vergangenen Montag gehenkt worden war. Seine Beisetzung hatte 100.000 Menschen auf die Straße gebracht, die ihn als Helden verehren.

Tödliche Schüsse auf liberalen Gouverneur

Qadri war einst Leibwächter des liberalen Gouverneurs von Punjab, Salman Taseer. 2011 erschoss er den Politiker auf offener Straße in Islamabad. Qadri gestand später, sein Motiv seien die Bestrebungen Taseers gewesen, die strengen Blasphemiegesetze des muslimischen Landes zu reformieren. Der Sprecher von Jamat-ul Ahrar, Ehsanullah Ehsan, sagte in einer Mitteilung auf seiner Facebookseite: "Die Gerichte Pakistans sind für uns Ziele, weil sie gegen das Scharia-Gesetz entscheiden."

Shabqadar liegt an der Grenze zum Stammesgebiet Mohmand, wo Kämpfer im Februar neun Polizeibeamte getötet hatten. Im Januar erstürmten Taliban-Rebellen das Gelände der Bacha-Khan-Universität in Charsadda und töteten mindestens 21 Menschen.

sti/stu (afp, ape, dpa, rtr)

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