Fuera de control - El peligroso negocio con la salud | ZonaDocu | DW | 07.04.2019
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Fuera de control - El peligroso negocio con la salud

Cada vez más personas mueren o sufren lesiones debido a productos médicos inseguros, como prótesis, marcapasos o implantes mamarios. En Alemania, se reportan el triple de incidentes que hace 10 años; en Estados Unidos, cinco veces más.

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"Wir waren Meerschweinchen", fasst Jürgen Thoma zusammen. Ein Experiment mit schlechtem Ergebnis. Im Jahr 2005 brauchte Thoma eine künstliche Hüfte. Ihm wurde ein neues Produkt empfohlen, eine "Innovation", "das Beste, was es auf dem Markt gibt". Diese Neuheit verursachte jedoch wahrscheinlich Hunderten von Menschen ein enormes Leid. In der Prothese wurde ein Metallabrieb erzeugt. Viele Patienten litten an Metallvergiftungen und Knochenproblemen. Thomas Woska hat jahrelang starke Schmerzen überwunden. Bis vor kurzem wurde in einer komplexen Operation eine defekte Bandscheibenprothese von seinem Rücken entfernt. Die Plastikprothese war zerbröckelt. Interne Dokumente von Unternehmen und Ministerien, die von Journalisten analysiert wurden, sowie Gespräche mit Vertretern der Branche und Informanten. zeigen, dass Nebenwirkungen verborgen waren. Im Allgemeinen lassen die Behörden die Hersteller die defekten Produkte selbst entfernen oder Sicherheitswarnungen ausgeben. Seit 2010 wurde dies ungefähr 1000 Mal pro Jahr durchgeführt. im Durchschnitt etwa dreimal am Tag. Im selben Zeitraum haben die Behörden offenbar nur sechsmal den Markt verlassen. Bei fehlerhaften Produkten wird häufig nichts unternommen. Dem Bericht zufolge werden regelmäßig getestete Produkte eingeführt. Das Gesundheitsministerium selbst geht davon aus, dass laut internen Dokumenten von 2016 nur klinische Daten für jedes zehnte Medizinprodukt mit dem höchsten Risiko vorliegen. Für Patienten kann dies gesundheitliche Folgen haben, obwohl dies oftmals nicht einmal die Öffentlichkeit erreicht. Durch die Verknüpfung von Entschädigungszahlungen mit einer Vertraulichkeitsvereinbarung vermeiden Unternehmen, dass Betroffene über ihren Fall sprechen. Mehr als 250 Journalisten aus fast 60 verschiedenen Medien beteiligten sich an der weltweiten Forschung zu medizinischen Produkten mit dem Titel "The Implant Files". Darunter waren die BBC, Le Monde sowie Medien aus Japan, Pakistan, Mexiko, Tunesien und verschiedenen europäischen Ländern.