Zweijährige nach Verfolgungsjagd mit Polizei tot aufgefunden | Aktuell Europa | DW | 18.05.2018
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Belgien

Zweijährige nach Verfolgungsjagd mit Polizei tot aufgefunden

Nach einer Polizeiaktion ist in Belgien in einem Lieferwagen ein zweijähriges kurdisches Mädchen tot aufgefunden worden. Zuvor hatte die Polizei den Wagen mit Schüssen gestoppt.

Ein zweijähriges Mädchen ist nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei auf einer Straße im Süden Belgiens gestorben. Das Kind befand sich in einem Kleinbus mit 29 weiteren illegal zugewanderten Kurden, den die Polizei verfolgte und durch Schüsse zum Halten brachte, wie die Staatsanwaltschaft der Stadt Mons mitteilte.

Das Mädchen sei nicht von den Kugeln getroffen worden, sagte Staatsanwalt Frédéric Bariseau. Eine Autopsie solle Aufschluss über die Todesumstände geben. In Frage kämen etwa eine Vorerkrankung oder eine Kopfverletzung, die sich das Mädchen infolge des riskanten Fahrstils zugezogen haben könnte.

Die Zweijährige sei zusammen mit ihren kurdisch-irakischen Eltern und ihrem dreijährigen Bruder gereist, hieß es weiter. Das Mädchen und ihre Familie seien kürzlich nach Deutschland abgeschoben worden, dann aber nach Belgien mit dem Ziel zurückgekehrt, nach Großbritannien zu gelangen, berichtete die britische Zeitung "Guardian" unter Berufung auf nicht genannte Quellen.

Den Angaben zufolge starb das Mädchen in einem Krankenwagen auf dem Weg ins Hospital. Die anderen Insassen wurden festgenommen und sollten befragt werden. Die Polizisten entdeckten 26 Erwachsene, das Mädchen und drei weitere Kinder.

Im Grenzgebiet zwischen Belgien und Frankreich sind viele illegal eingereiste Migranten unterwegs. Viele versuchen in die französische Hafenstadt Calais zu gelangen, von wo aus sie nach Großbritannien weiterziehen wollen.

stu/sti (afp, dpa)

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