Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Für freie Medien und freie Meinung | DW AKADEMIE | DW | 10.12.2018
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DW AKADEMIE

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Für freie Medien und freie Meinung

Artikel 19 schreibt das Recht auf Meinungsfreiheit und Zugang zu Information als grundlegendes Menschenrecht fest. Die DW Akademie setzt sich jeden Tag gemeinsam mit ihren Partnern für diese Rechte ein.

Carsten von Nahmen leitet die DW Akademie(DW/P. Böll)

Carsten von Nahmen leitet die DW Akademie

Artikel 19 ist die  Grundlage der Arbeit der DW Akademie: Gemeinsam mit unseren Partnern in rund 50 Ländern stärkt die DW Akademie unabhängige Medien, unterstützt Journalisten und hilft bei der Ausbildung kritischer Mediennutzer, um sie in die Lage zu versetzen, ihre grundlegenden Menschenrechte wahrzunehmen.

Carsten von Nahmen, Leiter der DW Akademie:

"Ohne freie und unabhängige Medien, ohne Meinungsfreiheit und Zugang zu Informationen gibt es auch keine Möglichkeit, die Mächtigen und Einflussreichen zur Verantwortung zu ziehen. Es gibt keine Rechtsstaatlichkeit, keine freie und demokratische Gesellschaft. Bei meinen Reisen in verschiedene Länder, in denen Meinungsfreiheit eingeschränkt wird, habe ich gelernt: Wo es keine freien Medien gibt, profitieren die, die Geld und Macht haben – und die große Mehrheit der Bevölkerung leidet.

Tatsächlich leben heute sechs von sieben Menschen auf diesem Planeten in Gesellschaften, in denen sie ihre Meinung nicht ohne Einschränkung sagen können. Aber wir bei der Deutschen Welle sind davon überzeugt, dass wir dies nicht einfach hinnehmen sollten. Wir sind der Überzeugung, dass sich Dinge verändern können. Deshalb feiern wir in diesem Jahr den 70. Jahrestag der Erklärung der universellen Menschenrechte, und insbesondere Artikel 19 dieser Erklärung: Das Recht jedes einzelnen Menschen auf Meinungsfreiheit."

 

Beispiele aus unserer Arbeit:

Trainerin Leakhena Nov bringt Frauen aus ländlichen Regionen Kambodschas bei, wie sie Misinformation auf Facebook erkennen können. (Chandara Sor)

Trainerin Leakhena Nov bringt Frauen aus ländlichen Regionen Kambodschas bei, wie sie Misinformation auf Facebook erkennen können.

Kambodscha: "Meine Stimme zählt"

Ein Facebook-Projekt ermöglicht Frauen freien Zugang zu Information und fördert so gesellschaftliche Teilhabe. Bei einem Workshop werden junge Frauen von Trainerinnen und Trainern der DW Akademie ausgebildet, um zukünftig selbst Methoden zur Facebook-Nutzung an junge Frauen zu vermitteln. Sie lernen auch, Desinformationen zu erkennen und verantwortungsbewusst Inhalte im Netz weiter zu verbreiten.

Auftaktveranstaltung des EU-Projekts Media in Libya – Stability through reconciliation(Taha Kriwi)

Auftaktveranstaltung des EU-Projekts "Media in Libya – Stability through reconciliation"

Libyen: Wie Medien Stabilität in der Krise schaffen

Das Projekt "Stability through reconcilitation" der DW Akademie fördert den freien Zugang zu Information in Libyen. Durch freie und unabhängige Berichterstattung sollen Medien eine friedensstiftende Rolle in der Konfliktgesellschaft einnehmen. Das Ziel: ein gut funktionierender Mediensektor, der Bürgerinnen und Bürger verlässlich mit Informationen versorgt und dabei auch auf die Bedürfnisse von gesellschaftlichen und ethnischen Minderheiten eingeht.

Die DW Akademie unterstützt das Bürgerradio Vokaribe in Kolumbien. Mit einem mobilen Studio sendet Vokaribe aus vernachlässigten Stadtteilen von Barranquilla. (DW/C.Hebel )

Mit einem mobilen Studio sendet Vokaribe aus vernachlässigten Stadtteilen von Barranquilla.

Kolumbien: Radio von der Straße

Die Menschen aus dem Süden der kolumbianischen Stadt Barranquilla schaffen es selten in die Nachrichten, und wenn über sie berichtet wird, dann meist mit Themen wie Kriminalität, Gewalt oder Drogen. Mit einem mobilen Studio will das Bürgerradio Vokaribe das ändern. In einer gemeinsamen Radiosendung, die mit einem mobilen Studio auf der Straße produziert wird, kommen Mitarbeiter lokaler Initiativen, Lehrer oder Jugendliche zu Wort und sprechen über Themen, die sie und die Menschen vor Ort bewegen.

 

 

 

Einblick in eine Live-Session der Online-Fortbildung Media Heroes zum Thema digitale Sicherheit mit Trainerin Abir Ghattas (rechts) und Moderatorin Yasmina al Gannabi | (DW/A. Parmentier)

Einblick in eine Live-Session der Online-Fortbildung "Media Heroes" zum Thema digitale Sicherheit mit Trainerin Abir Ghattas (rechts) und Moderatorin Yasmina al Gannabi.

Naher Osten: Media Heroes

Mit einer digitalen Fortbildung unterstützt die DW Akademie Journalisten und Aktivisten aus der arabischen Welt. Methoden und Tools werden in arabischer Sprache vorgestellt, Experten geben Tipps zu Themen wie digitale Sicherheit, "Hate Speech" und konfliktsensible Berichterstattung. Das Angebot ermöglicht Medienschaffenden, die aus politischen oder technischen Gründen nur eingeschränkten Zugang zu diesen Informationen haben, Weiterbildung zu digitalen Themen und berufliche Vernetzung.

Youtuber und Instagrammer aus den Niederlanden und Serbien diskutieren beim Brave New Media Forum in Belgrad über Freiheit und ethische Verantwortung auf Social Media. (DW/M. Erdelji )

Youtuber und Instagrammer aus den Niederlanden und Serbien diskutieren beim Brave New Media Forum in Belgrad über Freiheit und ethische Verantwortung auf Social Media.

Balkan: Junge Menschen mit Medien erreichen

Wie können wir junge Menschen mit klassischen Medienangeboten erreichen? Diese Frage stellen sich Medienhäuser nicht nur in Deutschland. Auch viele serbische Medien kämpfen damit, dass sie zunehmend den Zugang zur jungen Zielgruppe verlieren. Die DW Akademie unterstützt daher vor Ort Projekte wie die Plattform Youthvibes, auf der Jugendliche für Jugendliche berichten. Der öffentlich-rechtliche Sender RTCG bildet Jugendliche zu Bloggern aus: ebenfalls mit dem Ziel, kritische Medienkompetenz zu vermitteln und Jugendliche stärker in den Prozess einzubinden. Auf der Konferenz Brave New Media wurden diese und andere Projekte vorgestellt.

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