″Zuhause bleiben″ - heißt es in Kalifornien | Aktuell Amerika | DW | 03.12.2020
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USA

"Zuhause bleiben" - heißt es in Kalifornien

Der größte Bundesstaat der USA führt wegen steigender Corona-Zahlen härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ein. In weiten Regionen Kaliforniens gilt eine Anordnung zum Zuhausebleiben, eine "Stay at home order".

Kontakt mit anderen Haushalten soll so vermieden werden. Viele nicht lebensnotwendige Geschäfte müssen schließen, darunter Friseure und Bars. Restaurants dürfen nur Essen zum Abholen anbieten. In Geschäften wird die Zahl der Kunden weiter reduziert. Der Staat müsse die Notbremse ziehen, sagte Gouverneur Gavin Newsom.

Infektion bei etwa jedem 40.  

In den betroffenen Regionen soll die Anordnung zunächst drei Wochen lang gelten. Kalifornien mit rund 40 Millionen Einwohnern ist der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Insgesamt wurden dort seit Beginn der Pandemie mehr als 1,2 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Nach Angaben des Gouverneursbüros sind bisher mehr als 19.400 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Auf die Einwohnerzahl bezogen steht der Westküstenstaat damit besser da als viele andere US-Bundesstaaten. In den vergangenen Tagen hatten aber immer mehr Krankenhäuser in Kalifornien erklärt, ihre Intensivstation sei überfüllt.

Impfen live im TV

Die früheren US-Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton erklärten sich unterdessen bereit, sich vor laufender Kamera gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Obama sagte, er würde sich "absolut" impfen lassen, wenn der renommierte Corona-Experte Anthony Fauci einen Impfstoff für sicher und wirksam erkläre.

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Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton ( alle drei rechts im Bild) wollen sich vor der Kamera impfen lassen

Bushs Stabschef Freddy Ford sagte dem Nachrichtensender CNN, auch der frühere republikanische Präsident würde sich vor laufender Kamera impfen lassen, um in der Bevölkerung um Vertrauen für die Impfungen zu werben. "Zuerst müssen die Impfungen als sicher eingestuft und den Bevölkerungsgruppen verabreicht werden, die Vorrang haben. Dann wird Präsident Bush sich für seine (Impfung) anstellen und dies gerne vor Kameras tun." Clintons Pressesprecher äußerte sich ähnlich.

Warten auf die Zulassung

In den USA haben die Mainzer Biotechnologiefirma Biontech gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer sowie das US-Unternehmen Moderna Anträge für Notfallzulassungen für ihre Impfstoffe gestellt. Eine Zulassung könnte in den kommenden Wochen erfolgen. Außerdem dürften die Pharmakonzerne Johnson & Johnson und AstraZeneca bald Daten zur Wirksamkeit ihrer Impfstoff-Kandidaten vorlegen.

Die US-Regierung will bis Ende Februar 100 Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. Experten befürchten aber, dass viele Menschen sich aus Misstrauen gegen die Impfstoffe nicht impfen lassen werden - zumal die Wirkstoffe in Rekordzeit entwickelt wurden.

haz/bru (dpa, rtr, afp, ap)

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