Zeitungen in Not | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 17.09.2018
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Nahaufnahme

Zeitungen in Not

Deutschland ist ein Zeitungsland. Doch die Branche steckt tief in der Krise. Werbeeinnahmen brechen weg, Leser gehen verloren - an das Internet. Die Medienkonkurrenz: Google, Facebook etc. Wird es die gedruckte Tagespresse in Zukunft noch geben?

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Die Verlage sind in Bedrängnis - durch das Internet. Heute sind viele Redaktionen halb so groß wie vor der Krise. Die Gesamtauflage der deutschen Tageszeitungen hat sich seit dem Jahr 2000 fast halbiert. Verlage drängen ins Netz. Doch dort verdienen sie kaum Geld - die wenigsten deutschen Leser sind bislang bereit, für Online-Nachrichten zu bezahlen. Mathias Döpfner sieht als Präsident des Bundesverbands der deutschen Zeitungsverleger die freie Presse zunehmend in eine Abhängigkeit von Facebook und Google geraten: "Dass heute das digitale Werbewachstum zu mehr als 90 Prozent, teilweise bis 99 Prozent bei Google und bei Facebook landet, zeigt, wie verzerrt der Markt ist." Google sieht sich selbst hingegen als "wichtiger Partner" der Verlage, sagt Ralf Bremer von Google-Deutschland: "Wir helfen bei der Vermarktung von Werbeflächen auf den Webseiten der Verlage. Wir schütten da sehr viel Geld aus." Der Medienökonom Prof. Dr. Frank Lobigs aber sieht die Presse-Verlage chancenlos unterlegen im Anzeigengeschäft, da Google und Facebook über weit mehr Daten der Nutzer verfügen: "Da sind die beiden Plattformen einfach Champions League und die Regionalzeitungen noch nicht einmal Kreisliga." So entstehe ein "neues Mediensystem". Die Dokumentation blickt auch auf den Zeitungsmarkt in Norwegen und den USA.