Zeitung: Hansi Flick beerbt Joachim Löw als Bundestrainer | Sport | DW | 10.05.2021
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Nationalmannschaft

Zeitung: Hansi Flick beerbt Joachim Löw als Bundestrainer

Nach Angaben der Münchener "Abendzeitung" wird Hansi Flick nach der Europameisterschaft im Sommer neuer Bundestrainer. In seine angebliche Vertragslaufzeit fallen zwei große Turniere.

Deutschland Fußball Nationalmannschaft Hansi Flick und Joachim Löw

Hansi Flick (l.) und Joachim Löw bei der WM 2014 in Brasilien

Hansi Flick soll nach unbestätigten Informationen der "Abendzeitung" einen Dreijahresvertrag als Fußball-Bundestrainer erhalten. Wie die in München erscheinende Zeitung am Montag berichtete, soll der Erfolgscoach des FC Bayern München nach der Europameisterschaft in diesem Sommer Nachfolger von Joachim Löw werden und die Nationalmannschaft sowohl bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar als auch bei der Heim-EM 2024 betreuen. Der DFB wollte die Meldung zunächst nicht kommentieren. 

Flick wird seit längerem als der aussichtsreichste Kandidat auf das Bundestraineramt gehandelt. Beim FC Bayern München hatte der 56-Jährige um Auflösung seines bis 2023 datierten Vertrages zum Saisonende gebeten. Dieser Bitte war der Verein nachgekommen und hatte Julian Nagelsmann von RB Leipzig als Nachfolger verpflichtet. Flick war von 2006 bis 2014 bereits Co-Trainer der Nationalmannschaft und als rechte Hand Joachim Löws am Gewinn des WM-Titels 2014 beteiligt.

"Enorme Wertschätzung"

Nach dem neuerlichen Gewinn der deutschen Meisterschaft am vergangenen Samstag, seinem siebten Titel mit den Bayern, hatte Flick noch mit "anderen Angeboten" kokettiert. Er sei "für alles offen", sagte der Trainer im TV-Sender "Sky". Allerdings war da bereits eine klare Tendenz zu erkennen. "Damals mit Oliver Bierhoff, Jogi Löw und Andreas Köpke zusammenzuarbeiten, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es gab eine enorme Wertschätzung, enorme Loyalität, die mich antreibt. Diese Dinge sind dort gegeben, ich habe ein tiefes Vertrauen zu Oliver Bierhoff", sagte er. DFB-Direktor Bierhoff ist mit der Suche nach einem Löw-Nachfolger beauftragt.

Bayerns künftiger Sportvorstand Oliver Kahn hatte am Samstag in einem Interview erklärt, für einen möglichen Wechsel Flicks zum Deutschen Fußball-Bund sei "ja alles geregelt". Im Moment gebe es für solch einen Fall nach der Auflösung des Vertrags des Bayern-Trainers "keine finanzielle Kompensation" vom DFB, so Kahn. Möglich sei aber weiter ein Spiel zwischen den Bayern und der Nationalmannschaft, dessen Einnahmen dann an den Rekordmeister gehen könnten. "Aber das ist Zukunftsmusik", hatte Kahn gesagt. 

sn/jst (dpa, sid)

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