Zeitenwechsel in Grönland | Aktuell Europa | DW | 26.11.2022
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Zeitenwechsel in Grönland

Die größte Insel der Erde rückt näher an Europa heran! Jedenfalls was ihre Zeitzonen betrifft. Die grönländische Wirtschaft hatte dafür plädiert.

Küstenstadt im westlichen Grönland: Ilulissat

Nur spärlich besiedelt: Grönland

Grönlands Parlament hat entschieden: Ein großer Teil der riesigen Arktisinsel wechselt im kommenden Jahr die Zeitzone.

Demnach stellen die meisten Grönländer im Frühjahr 2023 ihre Uhren um eine Stunde auf die Sommerzeit vor, im Herbst aber nicht mehr zurück. Damit befindet sich dann etwa die grönländische Hauptstadt Nuuk nicht mehr in der Zeitzone UTC-3 (Coordinated Universal Time, zu Deutsch: Koordinierte Weltzeit), sondern in UTC-2 - mit jeweils drei Stunden Zeitunterschied zu New York (UTC-5) und Kopenhagen oder Berlin (UTC+1).

Einige grönländische Politiker hatten Sorgen bekundet, dass die Änderung Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung haben könnte. Die grönländische Wirtschaft setzte sich hingegen dafür ein, um eine größere Überschneidung ihres Arbeitstages mit europäischen Unternehmen zu haben.

Infografik Karte USA-Grönland-Dänemank DE

Grönland wird geografisch zu Nordamerika und geologisch zu dessen arktischer Teilregion gezählt

Möglich ist der Zeitenwechsel, weil Grönland nach einem Abkommen mit der dänischen Regierung nun selbst über seine vier Zeitzonen bestimmen darf. Die größte Insel der Erde gehört zum Königreich Dänemark, verwaltet sich aber in weiten Teilen selbst. Dänemark ist vor allem noch für die Außen- und Verteidigungspolitik zuständig.

wa/ack (dpa)

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