″Wut und Enttäuschung″ bei Nissan | Podcast Wirtschaft | DW | 20.11.2018
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Podcast Wirtschaft

"Wut und Enttäuschung" bei Nissan

Autowerte verlieren nach Verhaftung eines Managers +++ Verhandlungen über den EU-Haushalt geplatzt +++ Japanische Firmen belohnen Langschläfer +++ Bike-Sharing und Datensammeln in China

Audio anhören 15:26

Der Haushalt der Europäischen Union ist eine ziemlich komplexe Angelegenheit. Der Rat der EU - das sind die Regierungen der Mitgliedsstaaten - legt alle sieben Jahre den Rahmen fest. Das jährliche Budget beschließt der Rat dann gemeinsam mit dem Europäischen Parlament. Gestern war es wieder soweit – doch bis zum Ablauf der Frist um Mitternacht konnten sich beide Seiten nicht einigen. Ursprünglich wollten die Mitgliedsstaaten ein kleineres Budget, Kommission und Parlament dagegen ein größeres. Diese Differenzen konnten ausgeräumt werden, trotzdem platzten die Verhandlungen.

"Wut und Enttäuschung"

Am Montag ist der Automanager Carlos Ghosn in Japan verhaftet worden, wir haben bereits gestern darüber berichtet. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, Firmengelder veruntreut zu haben. Jetzt droht ein Prozess und das unrühmliche Ende einer langen Karriere. Ghosn leitete die Allianz der Hersteller Nissan, Renault und Mitsubishi. Es ist davon auszugehen, dass Ghosn seine sämtlichen Ämter verliert. Auch die Börse reagierte heftig – die Renault Aktie verlor allein gestern zwölf Prozent, für Nissan und Mitsubishi ging es heute in Tokio fünf bzw. sieben Prozent abwärts. Der Generaldirektor von Nissan sprach von Wut und Enttäuschung.

Schlafen wird belohnt

Wir bleiben noch etwas in Japan, wechseln aber das Thema. Japans Angestellte gelten als gestresst, überarbeitet und übermüdet. Einige Firmen gehen jetzt dazu über, ihre Mitarbeiter zu belohnen, wenn sie ausreichend schlafen. Udo Schmidt hat einen der Vorreiter dieser neuen Bewegung besucht.

Fahrräder? Daten!

Die Idee des Teilens ist eigentlich gut geeignet, knappe Ressourcen zu sparen. Beispiel Fahrräder: Auch wer keins besitzt, kann sich jederzeit eins leihen, zumindest in den großen Städten. In China ist dieser Trend besonders ausgeprägt, allein in Shanghai gibt es zwei Millionen Leihräder. Doch vielleicht ist der Trend dort auch schon wieder vorbei, denn an jeder Ecke stehen dort kaputte Räder und rotten vor sich hin. Von den zahlreichen Anbietern zu Beginn des Bike-Sharing-Booms vor zwei Jahren sind die meisten wieder verschwunden. Und es wird deutlich, dass es ihnen nie wirklich um den Fahrradverleih ging, sondern um das Sammeln von Daten.

 

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Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Lena Hille

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