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Wohnplattform in Ölfeld havariert

7. November 2012

Die Wohnplattform "Floatel Superior" im Ölfeld Njord vor Norwegen wurde evakuiert, nachdem sie wegen eines Lecks Schlagseite bekommen hatte. Doch nicht alle der 400 Arbeiter konnten die havarierte Plattform verlassen.

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Unterbringungsplattform vor der norwegischen Küste (Foto: picture-alliance/dpa/Floatel)
Bild: picture-alliance/dpa/Floatel

Am Morgen hatte sich die Plattform des norwegischen Gas- und Ölkonzerns Statoil plötzlich um vier Grad zur Seite geneigt. Verletzte gab es nach Unternehmensangaben dabei nicht.

Evakuierung aus Sicherheitsgründen

Für die Beschäftigten auf der Plattform habe keine Gefahr bestanden, sagte ein Konzernsprecher. Man nehme die Lage jedoch sehr ernst. Alles Personal, das nicht unbedingt benötigt werde, sei von der Plattform abberufen worden.

Bei widrigen Witterungsbedingungen waren sechs Hubschrauber im Einsatz, die mehr als 300 Arbeiter in Sicherheit brachten. 40 Kollegen blieben für Sicherungsarbeiten auf der 90 Kilometer vor der norwegischen Küste liegenden "Floatel Superior". Sie dient der Unterbringung des Personals, das auf der benachbarten Bohrinsel im Njord-Ölfeld im Einsatz ist.

Als Unglücksursache vermuten Experten eine Kollision mit einem Anker, der einen Ballasttank beschädigt haben könnte. Verletzte hat es nach Unternehmensangaben nicht gegeben.

Die Plattform «Floatel Superior» vor der norwegischen Küste (Foto: picture-alliance/dpa/Statoil)
Die Unterbringungsplattform "Floatel Superior" (re.) musste wegen eines Lecks evakuiert werdenBild: picture-alliance/dpa/Statoil

Gefährlicher Arbeitsplatz

Bereits im Mai 2010 war eine Bohrinsel des staatlichen Energieriesen Statoil in der Nordsee nach einem Zwischenfall teilweise geräumt worden. Wegen einer Druckveränderung wurde damals nach Angaben von Statoil ein Sicherheitsventil abgestellt, fast 90 Beschäftigte mussten in Sicherheit gebracht werden. Öl sei damals laut Konzernangaben jedoch nicht ausgelaufen.

mak/kle (afp, dpa)