WM-Medaillen für Pfeifer und Marutyan | Sport-News | DW | 23.10.2013
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Sport-News

WM-Medaillen für Pfeifer und Marutyan

Die Amateurboxer Erik Pfeifer und Arayk Marutyan haben Bronze bei der WM sicher. Jetzt wollen sie mehr. Vor allem Marutyan glänzt mit einer beeindruckenden Vorstellung. Für Stefan Härtel ist das Turnier beendet.

Der deutsche Boxer Erik Pfeifer (Foto: Jan Woitas dpa)

Der deutsche Amateurboxer Erik Pfeifer

Die deutschen Amateurboxer haben zwei Medaillen bei den Weltmeisterschaften in Almaty in Kasachstan sicher und können auf Titel hoffen. Superschwergewichtler Erik Pfeifer und Weltergewichtler Arayk Marutyan stehen im Halbfinale. Damit haben sie mindestens Bronze sicher.

Pfeifer unzufrieden

Pfeifer siegte im Viertelfinale durch technischen K.o. gegen Jegor Plewako. Der Ukrainer hatte eine Augenbrauenverletzung erlitten. Daraufhin brach der Ringrichter den Kampf nach einer Minute der zweiten Runde ab. Zu diesem Zeitpunkt lag Pfeifer bei den Punktrichtern mit 3:0 (20:18, 20:18, 20:18) vorn. Dennoch war der Superschwergewichtler, der bei der letzten WM vor zwei Jahren Bronze erobert hatte, nicht ganz zufrieden: "Die erste Runde hätte ein bisschen besser verlaufen können."

Im Halbfinale am Freitag (25.10.2013) muss er sich mit dem Kasachen Iwan Dytschko auseinandersetzen. "Da geht noch mehr", meinte der deutsche Bundestrainer Michael Bastian. Pfeifer brennt auf Revanche. "Mit dem Kasachen habe ich noch eine Rechnung offen", sagte der deutsche Meister. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London unterlag er Dytschko in der Vorrunde mit 4:14 .

Marutyan glaubt an Gold

Der deutsche Boxer Arayk Marutyan (Foto: Jan Woitas dpa)

Optimistisch: Arayk Marutyan

Marutyan bezwang im Viertelfinale den Olympia-Zweiten Freddie Evans aus Wales glatt mit 3:0 Punktrichterstimmen. "Geil, einfach nur geil", rief Marutyan. "Ich habe den Vize-Olympiasieger geschlagen." Der in Armenien geborene Marutyan hatte seinen topgesetzten Rivalen geradezu abgefertigt. "Er hatte keine Chance", meinte der 21 Jahre alte EM-Zweite. Das Ergebnis (30:27, 30:27, 30:27) ließ keine Fragen offen. "Das war eine sagenhafte Leistung", lobte Trainer Michael Timm seinen Schützling.

Im Halbfinale, ebenfalls am Freitag, wartet der kasachische Olympia-Fünfte Danjar Jeleussinow auf den Deutschen. "Nach so einem Gegner, denke ich, kann nicht noch ein Stärkerer kommen. Jetzt geht es ins Finale und Goldmedaille holen", verkündete Marutyan selbstbewusst.

Härtel scheitert

Zuvor war der Berliner Stefan Härtel in seinem Viertelfinale knapp am Engländer Anthony Fowler gescheitert (1:2). "Ich habe mich vorn gesehen aufgrund der letzten Runde, wo ich alles reingeworfen habe. Die Punktrichter haben es anders gesehen", sagte Härtel enttäuscht. Für Cheftrainer Bastian ist die Bewertung ein Fehlurteil. "Wir haben den Kampf nicht verloren", meinte er. "Warum man hier gegen uns punktet, ist nicht nachvollziehbar."

ck/sn (sid, dpa)