WM-Bronze für die deutschen Springreiter | Sport | DW | 21.09.2018
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Weltreiterspiele in Tryon

WM-Bronze für die deutschen Springreiter

Nach einem Fehlstart muss die deutsche Equipe bis zum letzten Reiter zittern. Mit einer tadellosen Vorstellung macht Marcus Ehning dann Bronze im Nationenpreis bei den Weltmeisterschaften in den USA perfekt.

Reit-Weltmeisterschaft in Tryon | Simone Blum aus Deutschland (Imago/S. Lafrentz)

Legte den Grundstein für die Bronze-Medaille der deutschen Mannschaft: Simone Blum auf Alice

Das deutsche Quartett Simone Blum mit Alice, Laura Klaphake mit Catch me if you can, Maurice Tebbel mit Don Diarado und Marcus Ehning mit Pret a tout krönte damit eine Aufholjagd, nachdem es in der ersten von drei Runden nur auf Rang acht geritten war. Gold bei den Weltreiterspielen in Tyron/North Carolina sicherte sich im Stechen Gastgeber USA vor Schweden.

Zitterspiel bis zum Ende

Den Grundstein zu Platz drei, das auch das Startrecht für die Olympische Spiele 2020 bedeutet, legte Simone Blum mit drei Null-Fehler-Runden, durch die sie auch als Führenden in die letzten beiden Runden der Einzelwertung am Sonntag geht. Aus der letzten Runde machte die deutsche Equipe jedoch ein Zitterspiel bis zum Ende.

Zunächst ritt Blum ihre Stute Alice bei ihrem WM-Debüt wieder sicher und souverän über den 545 Meter langen Parcours mit 14 Hindernissen. Doch Klaphake erlebte nach der Verweigerung des ersten Tages mit Catch me if you can erneut einen Dämpfer. Am letzten Sprung der Dreifachen Kombination kassierte die 24-Jährige einen Abwurf und ritt mit vier Strafpunkten aus dem Stadion.

Reit-Weltmeisterschaft in Tryon | Laura Klaphake aus Deutschland (picture-alliance/dpa/S. Lafrentz)

Handelte sich im letzten Umlauf vier Strafpunkte ein: Laura Klaphake auf Catch me if you can

Anschließend musste Tebbel in den Parcours und patzte wie in den Vortagen. Mit Don Diarado leistete sich Tebbel an derselben Stelle wie Klaphake einen Abwurf. Zudem ritt er zu langsam und beendete den letzten WM-Ritt mit fünf Strafpunkten.

Ehning behält die Nerven

Damit hing alles von Ehning ab. Eine Nullrunde des Routiniers musste es sein, um Bronze zu sichern. Und der dreimalige Weltcupsieger lieferte. Nervenstark manövrierte er seinen Wallach Pret a tout über den Parcours, nach dem letzten Sprung fiel sich das Trainerteam überglücklich in die Arme. "Das war nervenaufreibend", sagte Bundestrainer Otto Becker: "Ich bin total happy, wie alle hier geritten sind. Das ist ein Traum."

Gold in der Dressur bleibt somit der einzige Mannschaftstitel für die deutschen Reiter in den olympischen Disziplinen. Neben den Springreitern schaffte jedoch auch die Vielseitigkeits-Equipe mit Rang fünf immerhin das Minimalziel, die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020. Die Para-Dressurreiter qualifizierten sich mit Rang drei in der Teamwertung zudem für die Paralympics in zwei Jahren.

ww/sw (dpa, sid)

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