Wildpferde in Australien dem Tod entronnen | Aktuell Asien | DW | 20.05.2018
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Tierschutz

Wildpferde in Australien dem Tod entronnen

Weil die Tiere Feuchtgebiete zerstören, sollten tausende wilde "Brumbies" getötet werden. Nun erbarmt sich die australische Regierung, stellt die Pferde unter Schutz und will sie umsiedeln.

Tausende Wildpferde sind in Australien dem drohenden Tod entgangen. Die Regierung des Bundesstaats New South Wales rückte von einem umstrittenen Plan ab, den Bestand der Tiere im Kosciuszko National Park um bis zu 90 Prozent zu reduzieren, wie australische Medien meldeten.

Etwa 6000 Wildpferde, die in Australien "Brumbies" genannt werden, leben in der Region in den australischen Alpen und sind seit fast 200 Jahren ein wichtiger Teil der Tradition in der Region. Brumbies sind Nachkommen von verwilderten Pferden europäischer Siedler.

Umweltschützer kritisieren, dass die Tiere das empfindliche ökologische Gleichgewicht stören, einheimische Arten verdrängen und Feuchtgebiete gefährden. "Es reichen ein paar Pferde und etwas Zeit, um ein Feuchtgebiet zu zerstören", sagte Graeme Worboys von der Australien National University in der Hauptstadt Canberra.

2016 hatte die Regierung daher beschlossen, innerhalb der nächsten 20 Jahre den Bestand zu reduzieren - vor allem durch Töten der Tieren. Stattdessen sollen die Brumbies nun  umgesiedelt werden. Ein Gesetz zum Schutz der Wildpferde in bestimmten Gebieten wird kommende Woche erwartet.

jv/hf (dpa, ABC)