Wieder Tote am Gazastreifen | Aktuell Nahost | DW | 06.05.2018
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Nahostkonflikt

Wieder Tote am Gazastreifen

Israelische Soldaten haben an der Grenze zum Gazastreifen drei Palästinenser erschossen. Nach Angaben der israelischen Armee wollten die Männer einen Grenzzaun nach Israel überwinden.

Es sei auf drei Palästinenser geschossen worden, die versucht hätten, "in israelisches Gebiet einzudringen und die Sicherheitsinfrastruktur zu sabotieren", so die israelische Armee.

Damit stieg die Zahl der seit Ende März an der Grenze zum Gazastreifen von der israelischen Armee getöteten Palästinenser auf 52. Zudem wurden bislang Hunderte Demonstranten wurden bei Protesten verletzt.

Bereits in der Nacht zu Sonntag hatte die israelische Luftwaffe eine Stellung der radikalislamischen Hamas im nördlichen Gazastreifen bombardiert. Bei der Explosion wurden sechs Mitglieder der Hamas getötet. Drei weitere seien verletzt worden, teilten die Gesundheitsbehörden im Gazastreifen mit. Der Angriff war nach Angaben eines Armeesprechers eine Reaktion auf einen Vorfall vom Samstag gewesen, bei dem "Terroristen" an Flugdrachen befestigte Brandsätze über die Grenze geschickt hätten.

Wochenlange Proteste

Die Palästinenserproteste an der Grenze des Gazastreifens sollen noch bis Mitte Mai andauern. Israel feiert am 14. Mai den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung. Am gleichen Tag soll die US-Botschaft auf Beschluss von US-Präsident Donald Trump von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen.

cgn/ww (afp, ap, dpa)