Wieder Schüsse an Highschool in den USA | Aktuell Europa | DW | 20.03.2018
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Vereinigte Staaten

Wieder Schüsse an Highschool in den USA

Erst vor fünf Wochen erschoss ein Angreifer an einer Schule im US-Staat Florida 17 Menschen. Jetzt wird aus Maryland ein neues Attentat gemeldet - mit tödlichem Ausgang. Mehrere Opfer wurden schwer verletzt.

Ein Schüler hat im US-Bundesstaat Maryland an seiner Highschool das Feuer eröffnet. Der Attentäter sei angeschossen worden und später seinen Verletzungen erlegen, sagte der Sheriff des Bezirks St. Mary's, Tim Cameron. Zwei verletzte Schüler befänden sich noch in kritischem Zustand.

Der Angreifer betrat demnach das Gebäude und schoss auf eine Mitschülerin, dann wurde ein Junge von Kugeln getroffen. Ein Polizist, der an der Schule stationiert war, stellte den Attentäter, lieferte sich mit ihm einen Schusswechsel und verletzte ihn dabei schwer.

Von Seiten der Behörden hieß es, der Vorfall sei unter Kontrolle. Die betroffene Great-Mills-Highschool wird von etwa 1600 Schülern besucht. Die Stadt Great Mills liegt eineinhalb Autostunden südöstlich von Washington.

Polizisten eskortieren Schüler

Laut einem Schüler, der das Geschehen beobachtete, ereignete sich der Angriff gegen 8.00 Uhr Ortszeit. Etwa eine halbe Stunde später sei die Schule abgeriegelt worden, sagte der Augenzeuge dem Fernsehsender CNN. Polizisten gingen durch die einzelnen Klassenzimmer. Schüler wurden aus dem Gebäude eskortiert.

USA Schülerprotest gegen Waffengewalt | Washington (Reuters/J. Roberts)

Schüler demonstrieren in der vergangenen Woche vor dem Kapitol in Washington für ein schärferes Waffenrecht

Erst vor fünf Wochen hatte in Parkland im US-Staat Florida ein Angreifer 14 Schüler und drei Erwachsene an einer Highschool erschossen. Seitdem hat sich in den Vereinigten Staaten eine breite Schülerbewegung gebildet, die sich für schärfere Waffengesetze ausspricht. Für Samstag planen sie eine Großdemonstration in Washington.

NRA klagt gegen strengeres Gesetz

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump sperrt sich bisher gegen strengere Regeln. Mit einem neuen Gesetz in Florida soll lediglich das Mindestalter für den Erwerb von Waffen auf 21 Jahre hochgesetzt werden. Die US-Waffenlobby NRA stemmt sich allerdings sogar hiergegen mit Macht: Sie hat gegen das von Gouverneur Rick Scott bereits unterzeichnete Gesetz Klage eingereicht.

jj/uh (dpa, afp, rtr)

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