Wieder Proteste gegen Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega | Aktuell Amerika | DW | 15.10.2018
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Unruhen in Nicaragua

Wieder Proteste gegen Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega

Die Polizei in Managua ist erneut gewaltsam gegen Proteste gegen Staatschef Ortega vorgegangen und hat 30 Demonstranten festgenommen. Ungeheuerliche Vorwürfe kommen von der Kirche.

Die Sicherheitskräfte haben unter anderem Lärmgranaten eingesetzt und Männer, Frauen und ältere Menschen geschlagen. Auch Journalisten wurden angegriffen und vorübergehend festgenommen, wie unabhängige Medien berichteten.

Die Polizei hatte im Vorfeld vor "illegalen Demonstrationen" gewarnt. Seit Mitte April gehen die Menschen in Nicaragua auf die Straßen, dabei kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Auslöser war eine inzwischen zurückgenommene Rentenreform. Doch jetzt geht es auch um Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit sowie gegen staatliche Gewalt. Vertreter der Zivilgesellschaft fordern den sofortigen Rücktritt von Präsident Daniel Ortega.

Nicaraguan Präsident Daniel Ortega (picture-alliance/AP Photo/A. Zuniga)

Er soll zurücktreten: Staatschef Daniel Ortega

Vorwurf: Mordprämien

Managuas Weihbischof Silvio Baez wirft einem Medienbericht zufolge der nicaraguanischen Regierung vor, bewaffneten Zivilisten Prämien für Morde an Regierungskritikern zu zahlen. Diese Praxis sei "diabolisch", sagte Baez demnach in seiner Predigt am Sonntag. Es gebe Viertel, in denen Menschen ihre Nachbarn zudem für Geld denunzierten und diese dann in Gefängnissen verschwinden würden, so Baez weiter.

fab/se (afp, kna)

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